Reportagen - Geschrieben von Redaktion am Montag, Juni 22, 2009 7:23
80 Jahre Flugplatz Spitzerberg
Im Frühjahr des Jahres 1929 erhoben sich von den Hängen des Spitzerberges und des Hundsheimer Kogels erstmals Wagemutige des Österreichischen Aero Club in die Lüfte. Oft dauerten die Flüge nur wenige Sekunden, oftmals endeten sie mit Bruch. Heute, 80 Jahre später, ist der Spitzerberg mit der amtlichen Kennung LOAS, das Flugsportzentrum des Österreichischen Aero Club. Dieser Anlass wurde gebührend gefeiert. Eine Fotoreportage von Patrick Radosta & Roman Reiner.

Das Flugsportzentrum Spitzerberg befindet sich rund 50 Kilometer östlich von Wien – Foto: R. Reiner / Austrian Wings
Schon seit einigen Jahren veranstaltet der Österreichische Aeroclub, Flugplatzhalter des Spitzerberg, im Sommer ein Flugplatzfest. Die heurige Veranstaltung stand unter einem ganz besonderen Motto, denn seit nunmehr 80 Jahren ist der Spitzerberg ein Zentrum der Allgemeinen Luftfahrt im Großraum Wien und nimmt darüber hinaus eine wichtige Stellung in der Förderung des fliegerischen Nachwuchses ein.
Am 20. und 21. Juni 2009 fand das „Geburtstagsfest“ statt, wobei am Samstag das Wetter bedauerlicherweise nicht mitspielte. Trotz Wind und Regen erhoben sich mehrere Flugzeuge, darunter gleich zwei Antonov 2 Doppeldecker mit begeisterten Passagieren in die Lüfte.

Die Antonov AN 2, liebevoll auch “Tante Anuschka” genannt, ist der größte einmotorige Doppeldecker der Welt – Foto: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)
Umso schöner war das Wetter am Sonntag – bei strahlendem Sonnenschein strömten tausende Besucher auf das historische Gelände und nutzten die Gelegenheit, altes und modernes Fluggerät aus nächster Nähe zu besichtigen.

Foto: P. Radosta / Austrian Wings

Besonders positiv: unter fachkundiger Aufsicht konnten die Besucher auch in den ausgestellten Flugzeugen Platz nehmen und bekamen Details erklärt; es wäre kein Wunder, hätte sich der eine oder andere dabei mit dem Virus Aviaticus infiziert – Foto: P. Radosta / Austrian Wings
Alt und Jung erhoben sich in Segelflugzeugen, in Motorseglern und Motorflugzeugen zu Schnupperflügen in die Lüfte, im Rahmen einer Tombola wurden auch Mitflüge verlost.

Etwas Überwindung erfordert der Windenstart aufgrund seines steilen Steigwinkels – Foto: P. Radosta / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)
Der „Jump Club Krems“ begeisterte mit Fallschirmabsprüngen, und wer mutig genug war, konnte sich selbst – natürlich in Begleitung und unter Aufsicht eines erfahrenen Tandemmasters – in die Tiefe stürzen.

Diese turbinengetriebene Cessna ist das Absetzflugzeug des Jump Club Krems – Foto. R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild
Modellflieger, darunter auch Jets mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 400 Stundenkilometer, und Segelkunstflug ließen keine Langeweile aufkommen; für jedermann war etwas dabei.
Am Nachmittag begeisterte Marius Grienwaldt vom Austrian Aerobaticteam mit seiner Pitts Special das Publikum, und es wurde noch bis in den Abend hinein ausgelassen gefeiert und auf mindestens 80 weitere Jahre „Flugsportzentrum Spitzerberg“ angestoßen.

Die “Pitts Special” ist der Inbegriff des klassischen Hochleistungskunstflugdoppeldeckers – Foto: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)
Die nächsten Veranstaltungen am „Spitz“, wie der Flugplatz liebevoll von den Piloten genannt wird, finden übrigens in Kürze statt: am 05. und 06. September gibt es ein Flugplatzfest mit Sternflug, und von 09. bis 13. September wird die Staatsmeisterschaft im Motorkunstflug ausgetragen.
Impressionen von „80 Jahre Spitzerberg“

Zwei Bücker Jungmann im Formationsflug – dieses deutsche kunstflugtaugliche Schulflugzeug aus den 1930er Jahren war so erfolgreich, dass es heute wieder (in Polen) nach Originalbauplänen produziert wird – Foto: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Die Z37 Cmelak diente in den Staaten des ehemaligen Ostblocks als Argrarflugzeug – Foto: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Eine Formation von vier Fournier RF-4D Motorseglern machte mehrere tiefe Überflüge – Fotos: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf die Fotos)

Die Felder rund um den Flugplatz waren zugeparkt, und selbst am Zaun drängten sich die Besucher – Foto: P. Radosta / Austrian Wings

Nahezu ununterbrochen starteten und landeten Motor- und Segelflugzeuge – Foto: P. Radosta / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Neben Tandemsprüngen konnten mutige auch ihre Kunstflugtauglichkeit ausprobieren, wie hier der Autor dieses Berichtes (am vorderen Sitz) – Foto: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Modernes Ultraleichtflugzeug vom Typ Ikarus – Foto: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Den ganzen Tag über waren die Flugzeuge mit interessierten Gästen unterwegs, welche die Möglichkeit eines preisgünstigen Rund- oder Schnupperfluges in Anspruch nahmen – Fotos: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf die Bilder)

“Flightline” – Foto: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Eine beeindruckende Flugvorführung bot die Pitts Special – Foto: P. Radosta / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Bücker Jungmann auf dem Weg zum Start – Foto: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Eine weitere Bücker Jungmann ist bereits in der Luft – Foto: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Segelkunstflug ist eine Königsdisziplin, die besondere Präzision erfordert – Foto: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Die Me 109 war mit 35.000 Exemplaren das meistgebaute Jagdflugzeug aller Zeiten; dieser friedliche UL-Nachbau beeindruckte durch seine optische Ähnlichkeit mit dem historischen Original – Foto: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)
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Links:
Flugsportzentrum Spitzerberg
Österreichischer Aero Club
Austrian Aerobaticteam
Classic Wings (Betreiber der AN 2)
Text: Patrick Radosta, Fotos: Roman Reiner & Patrick Radosta
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