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Videobericht: 20 Jahre EVA AIR - ein Besuch in Taipeh

Seit zwei Jahrzehnten besteht die Flugverbindung zwischen Wien und Taipeh mit der privaten taiwanesischen Fluggesellschaft EVA AIR. Austrian Wings gratulierte zum Jubiläum direkt in Taiwans Hauptstadt Taipeh und blickte hinter die Kulissen des Unternehmens - was hat sich in den vergangenen Jahren verändert, was wird die Zukunft bringen und vor allem: wie erreicht man eine Top-Platzierung im Ranking der weltweit sichersten Airlines?

EVA AIR
Austrian Wings zu Gast bei EVA AIR in Taipeh - Video: Austrian Wings Media Crew; V-I-P.tv

Platz 11 (und kein Todesopfer sowie Flugzeugverlust infolge eines Unfalls) im JACDEC-Ranking 2010 der größten Airlines weltweit kann sich durchaus sehen lassen - zum Vergleich: die staatliche taiwanesische Fluglinie "China Airlines" rangiert auf dem vorletzten Platz (59) und hat 755 Todesopfer und 9 Flugzeugverluste seit 1980 zu verzeichnen. Die europäische Größe Lufthansa landete auf Rang 21.

Austrian Wings besuchte EVA AIR anlässlich des Jubiläums und wollte natürlich auch wissen, wie die Pläne hinsichtlich eines permanenten Einsatzes der im Frühjahr 2011 testweise auf der Wien-Bangkok-Taipeh Rotation verwendeten Boeing 777 aussehen. Senior Vice President Glenn Chai hat es uns im Videointerview verraten...

EVA AIR Trainingszentrum - Foto: Austrian Wings Media Crew
Eine von zahlreichen Simulatoranlagen im EVA AIR Headquarter Taipeh

Beeindruckend präsentierte sich auch das topmodern ausgestattete Trainingszentrum von EVA AIR. Simulatoren für alle eingesetzten Flugzeugtypen, multifunktionale Kabinen-Mock-Ups zur Aus- und Fortbildung der Flugbegleiter inklusive Notruschen-Trainer sowie angeschlossenem Wasserbecken zur realitätsnahen Übung einer Notwasserung - nichts bleibt dem Zufall oder einer bloßen theoretischen Abhandlung überlassen. So erfuhren auch zwei Vertreter der Austrian Wings Media Crew am eigenen Leib, welch aufwändigen Schulungen und Trainings Piloten regelmäßig zu durchlaufen haben - im Airbus A330-Simulator (jener Flugzeugtyp, mit dem unser Team auch nach Taipeh angereist war) nahmen Redakteurin und Produktionsleiter kurzerhand am Piloten- und Copilotensitz Platz und durften sich in verschiedensten Übungsszenarien, inklusive einer Notlandung bei turbulenten Witterungsverhältnissen mit einem brennenden Triebwerk, ausprobieren. Gerald Aigner resümiert: "Selbst bei meinem vergleichsweise harmlosen Start hat es die 'Passagiere' ordentlich durchgeschüttelt. Die folgende Notfallsituation führte dann unmittelbar vor Augen, wie rasch und strukturiert gehandelt werden muss." Und, wie auch bei den regulären EVA AIR Fortbildungen, wurde im anschließenden Debriefing jeder einzelne Moment des "Austrian Wings Jungfernfluges" analysiert.

Flugsimulator - Foto: Austrian Wings Media Crew
Für jeden von EVA AIR eingesetzten Flugzeugtyp gibt es einen solchen Flugsimulator - Foto: Austrian Wings Media Crew

Zusätzlich zu umfangreichem Training stellt EVA AIR jedem der über 700 Piloten einen Tablet-PC auf Firmenkosten zur Verfügung.

Auch die Flugbegleiter trainieren regelmäßig alle Eventualitäten - vom medizinischen Notfall an Bord bis hin zur Notlandung oder der Bekämpfung eines ausbrechenden Feuers.

"Sicherheit steht immer an erster Stelle - da gibt es keinen Spielraum für Unregelmäßigkeiten", machte Glenn Chai unmissverständlich klar.

EGAT Technikzentrum Taipeh - Foto: T. Rosenberger
"Im Falle eines Druckverlustes in der Kabine..." - Die Austrian Wings-Crew durfte eine Nase voll Sauerstoff im EGAT Technik- und Wartungszentrum nehmen.

All dies sind Aspekte, die sich hinter den Kulissen abspielen und vom Fluggast weitgehend unbemerkt bleiben. Letztlich sorgt umfassendes Praxistraining jedoch auch dafür, potenzielle Gefahren bereits im Vorfeld zu erkennen und damit zu vermeiden. "Was dem Fluggast jedoch definitiv auffällt: die überdurchschnittlich hohe Serviceorientierung des Personals", lobt Gerald Aigner. Was auf dem Hinflug nach Taipeh das Media Crew-Team in Erstaunen versetzte, wurde vor Ort von der EVA AIR Geschäftsleitung lächelnd bestätigt: "Dass die Waschräume spätestens alle 30 Minuten inspiziert und gereinigt werden, ist eine Selbstverständlichkeit!" Die hervorragenden Bordmenüs, regelmäßige Getränkeservices und das für jeden Geschmack reichhaltige Multimedia-Unterhaltungsprogramm machen so einen Langstreckenflug richtig angenehm. "Der Unterschied zu meinem kurz zuvor getätigten Transatlantikflug mit einer anderen Airline ist enorm. Dort war zwar auch alles in Ordnung, aber dieses Extra-Plus an Komfort und Aufmerksamkeit an Bord von EVA AIR ist wirklich beeindruckend", ist Media Crew-Leiter Aigner zufrieden.

Im Fokus - Sicherheit an Bord von Flugzeugen - Foto: T. Rosenberger
Austrian Wings blickte hinter die Kulissen... Was ist für die hohen Sicherheitsstandards in der Luftfahrt nötig?

Heute wird das EVA AIR Jubiläum in Wien groß gefeiert - mit einer Pressekonferenz am Vormittag sowie einer Gala-Abendveranstaltung.

Austrian Wings wünscht EVA AIR auch weiterhin viele erfolgreiche und unfallfreie Jahre!

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(red Aig / Fotos: Austrian Wings Media Crew, T. Rosenberger)