International

"Flugberater.info" online

Marcus Kern, langjähriger Flugkapitän mit rund 11.000 Flugstunden Erfahrung, hat sich neben seiner fliegerischen Tätigkeit jetzt ein zweites Standbein geschaffen. Mit "Flugberater.info" bietet er ein breites Spektrum aviatischer Dienstleistungen für Passagiere, Airlines, flugbegeisterte als auch flugskeptischen Privatpersonen und Medien an.

Die Palette reicht dabei vom Flugangstseminar über "Fun Flights" in A320 und Q400 Flugsimulatoren bis hin zur Beratung von Medien, Journalisten, und Unternehmen in Medienfragen.

„Ziel der Plattform ist es, interessierten Laien als auch Profis aus anderen Branchen Einblicke in die zivile Fliegerei zu ermöglichen und damit mit vielen Gerüchten und kursierenden Halbwahrheiten aufzuräumen“, sagt Kern.

"Wie man bei Unfällen sieht, herrscht in der Öffentlichkeit großes Interesse an der Fliegerei. Ich möchte dieses Interesse auch abseits von Katastrophen auf positive Weise bedienen und so Vertrauen in die Fliegerei schaffen. Es wäre schön, würde so mancher Boulevardjournalist sich zu Luftfahrtthemen bei mir erkundigen ehe er mit Unwissen noch mehr Angst und Schrecken verbreitet.“

Neben Flugangstseminaren werden auch Fluginformationsseminare angeboten. Die Theorie dabei ist, dass nicht jeder der sich vor einer Flugreise unwohl fühlt automatisch Flugangst hat, sondern sehr oft einfach fehlendes Wissen um das System Flugzeug für Unwohlsein sorgt.

Auch Enthusiasten und PC-Profis werden bestimmt Interessantes bei dieser Veranstaltung hören, glaubt der Pilot aus Leidenschaft. „Piloten in spe“ rät er, sich einen Abend Zeit für seine - wie er es nennt - Berufsberatung zu nehmen.

"Ich war schon als 4 jähriger flugzeugverrückt und mein Weg war klar, dennoch hatte ich viel Glück, dass meine Erwartungen wenigstens teilweise erfüllt wurden. Ich kenne leider heute viele Piloten als auch Nichtpiloten, die an dem Traumberuf zerbrochen sind und sich damals so eine Beratung gewünscht hätten. Besonders wenn man vorhat, die Ausbildung privat zu finanzieren, sollte man die vergleichsweise sehr günstigen 120 Euro (für bis zu 3 Personen) investieren, nur um ganz sicher zu gehen und die Fliegerei auch mal kurz ohne rosa Brille sehen“, meint Kern, der außerdem dazu rät, immer einen "Plan B" zu haben, das sei schließlich eine "wesentliche Eigenschaft" von Piloten.

Er selbst hat auch einige Umwege hinter sich. Seit 1989 PPL Inhaber dauerte es 6 Jahre ehe er seinen Ziel als Linienpilot erreichte. Dazwischen liegen 4 Jahre Ausbildung zum Flugverkehrsleiter am Tower Wien und mehrere Saisonen als Fallschirmspringerabsetzpilot. „Die Situation war ähnlich wie heute und man war schon glücklich, wenn man für die Arbeit nichts bezahlen musste“, erzählt er. Dem Turm folgten 15 Jahre Tyrolean und weiter kurze Zwischenstationen unter anderem bei Emirates. Seit 2012 pilotiert er einen Airbus A300-600R als Frachter für DHL.

Kapitän Kern fungiert außerdem seit drei Jahren als einer der als fachlichen Berater von Austrian Wings - Österreichs Luftfahrtmagazin.

Wie der Alltag von Piloten und Flugbegleitern aussieht, beleuchtet übrigens auch die exklusive Austrian Wings Fotoreportage "Cleared for Take off!"

(red)