AUA: Ötsch will € 1,1 Millionen Abfertigung


Alfred Ötsch trat Ende Januar 09 überraschend zurück; seitdem führen Dr. Andreas Bierwirth und Dr. Peter Malanik die AUA

Der mit 31. Januar 2009 zurückgetretene Ex-AUA Vorstand Alfred Ötsch wird einem Bericht der Tageszeitung „Österreich“ zufolge (Sonntag Ausgabe) eine Abfertigung in Höhe von € 1,1 Millionen erhalten.

Laut „Österreich“ laufe die Auszahlung der Abfertigung in einer Art „Geheimaktion“ über die ÖIAG. Zwar sei der Staat mit 41,56 % der wichtigste Eigentümer der ÖIAG, dennoch habe noch kein Politiker diesen Vertrag gesehen.

„Österreich“ berichtet weiter, dass Ötsch bis zuletzt „extrem gut gepokert“ und auf seine „kompletten Ansprüche beharrt“ habe.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sprach sich in einem Interview mit der Tageszeitung dagegen aus. Er habe „diese Vertragsauflösung bisher nicht gesehen“, möchte aber, dass sie „von Juristen geprüft“ wird. Außerdem glaube er, dass es beim „Debakel, dass der Herr Ötsch angerichtet hat, keinen Anlass für Großzügigkeit gibt“, so Faymann weiter.

Die letzten Bezüge von Ötsch hätten rund € 532.000 ausgemacht, woraus sich die Höhe der ihm rechtlich zustehenden Abfertigung von € 1 Million ergebe, die inklusive variabler Gehaltsbestandteile schlussendlich auf rund € 1,1 Millionen käme.

Der vorzeitig aufgelöste Vertrag von Alfred Ötsch als Vorsitzender der Austrian Airlines Gruppe wäre noch bis Mai 2011 gelaufen.

Auf wenig Verständnis dürfte eine solche Abfertigung auch bei der Belegschaft stoßen: ihnen stehen Gehaltskürzungen und Kurzarbeit ins Haus um das Überleben der AUA zu sichern, die Belegschaft (Bodenpersonal) der AUA Tochter Tyrolean Airways (Austrian Arrows) hat einem 5%igen Gehaltsverzicht als Sanierungsbeitrag bereits zugestimmt.

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S. Schneider