Der letzte Flug des Drachen

Vor rund 3 Jahren, genauer gesagt am 25. November 2005, ging in Zeltweg eine Ära der österreichischen Militärluftfahrt zu Ende. Im Rahdmen eines bewegenden Festaktes wurde der schwedische „Draken“, zu Deutsch „Drache“, die Saab J35OE, nach knapp 18 Jahren mit einem großen Zapfenstreich feierlich verabschiedet.


„Dragonknight“ beim letzten Flug – Foto: Helmut Skrdla

Der schwedische Drache und die Österreicher – das war schon eine seltsame Symbiose. Es war von Anfang an eine Hassliebe der besonderen Art – ein typisch österreichisches Schicksal eben. Schon vor seiner Beschaffung wurde von gewissen Kreisen gegen den „Draken“ mobil gemacht. Er wurde verleumdet. Schlechtgeredet. Gehasst. Seine Piloten, die Techniker und Soldaten der Fliegerdivision wurden in der Öffentlichkeit bespuckt, beschimpft, waren einem ständigen Psychoterror ausgesetzt.

Und im Sommer 1991 wurden die Draken und ihre Piloten dann bejubelt und als österreichische Helden gefeiert – von der Bevölkerung ebenso wie von jenen Zeitungen, die Monate und Jahre zuvor noch auf tiefstem Niveau gegen ihn zu Felde gezogen waren. Ab diesem Zeitpunkt jedoch waren in großen Teilen der Bevölkerung – und kurzfristig, welch ein Wunder, auch in den, stets quotengeilen und in den wenigsten Fällen an objektiven Sachverhalten interessierten, Massenmedien der österreichischen Zeitungslandschaft – zumindest Respekt und Akzeptanz dem Draken und seinen Piloten gegenüber zu spüren!

Diese Gegensätze sind Grund genug für Austrian Wings, die Geschichte des Draken an sich sowie seinen Einsatz bei den österreichischen Luftstreitkräften im speziellen näher zu betrachten und Revue passieren zu lassen.

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