25 Jahre „Christophorus 3“ in Wiener Neustadt

Am 15. September 1984, knapp ein Jahr nach der Inbetriebnahme der ersten beiden ÖAMTC-Notarzthubschrauber in Innsbruck und Krems, nahm Christophorus 3 in Wiener Neustadt seinen Betrieb auf. 24.170 geflogene Einsätze belegen nicht nur die Erfolgsstory des Flugrettungsstützpunktes, sondern machen Christophorus 3 auch zum einsatzstärksten Notarzthubschrauber Österreichs. Menschenleben konnten gerettet werden, und viele haben sich durch die rasche und kompetente Intervention der Notarzthubschraubercrews bleibende gesundheitliche Schäden oder lange Rehabilitationsaufenthalte erspart.


Der EC 135 ist einer der modernsten Hubschrauber der Welt – Foto: P. Radosta / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Aller Anfang ist schwer
„In den ersten vier Monaten seines Bestehens flog Christophorus 3 lediglich 54 Einsätze“, erinnert sich Thomas Leitold, Stützpunktleiter und Pilot in Wiener Neustadt. „Mittlerweile machen jedoch durchschnittlich 1.000 Einsätze im Jahr Christophorus 3 zu einem unverzichtbaren Bestandteil des modernen niederösterreichischen Rettungssystems.“ Rund ein Drittel der Rettungsflüge erfolgt nach internistischen Notfällen. „Ungefähr jeder zehnte Einsatz wird aufgrund eines Verkehrsunfalls notwendig“, weiß der erfahrene ÖAMTC-Pilot. Im Jahr 1994 reagierte man auf die stetig wachsende Zahl von Bergunfällen in den Voralpen und begann das auf den ÖAMTC-Flugrettungsstützpunkten in Tirol erworbene Know-how von Taubergungen auch in Wiener Neustadt umzusetzen.

Rasche Hilfe aus der Luft
Maximal drei Minuten nach der Alarmierung ist das Team in der Luft. Im Schnitt vergehen gerade 13 Minuten bis Christophorus 3 am Notfallort eintrifft. Durch die rasche notärztliche Versorgung direkt am Unfallort steigen die Überlebenschancen des Patienten und auch die Wahrscheinlichkeit, das Unglück ohne Spätfolgen zu überstehen. Auch der rasche und schonende Transport durch den ÖAMTC-Notarzthubschrauber in das geeignete Spital wirkt sich positiv auf die Heilungschancen aus. „Den Patienten entstehen durch einen Notarzthubschrauber-Einsatz keinerlei Kosten“, erklärt Leitold. „Einzige Ausnahme sind Sport- und Freizeitunfälle im alpinen Bereich, die auch der ÖAMTC direkt an die Patienten verrechnen muss.“

Perfekte Zusammenarbeit
„Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit unseren Partnern Rotes Kreuz und Bergrettung sowie den perfekt ausgebildeten Notärzten, Flugrettungssanitätern und Piloten hat die Flugrettung in Wiener Neustadt einen hohen qualitativen Standard, der jedem Vergleich standhält“, so der Stützpunktleiter des ÖAMTC-Notarzthubschraubers Christophorus 3.

Land NÖ unterstützt den Notarzthubschrauber-Betrieb
Auch das Land Niederösterreich hat bereits im Vorjahr ein klares Bekenntnis zur raschen Hilfe aus der Luft ausgesprochen. Für die niederösterreichischen Standorte wird bis zum Jahr 2013 jährlich eine Million Euro zur Verfügung gestellt, denn die Einsätze der Rettungshubschrauber sind für Niederösterreich unverzichtbar.

Flugrettungszentrum Ost
Im September 2001 eröffnete der ÖAMTC in Wiener Neustadt eine der modernsten notfallmedizinischen Einrichtungen Österreichs, das Flugrettungszentrum Ost. Neben Christophorus 3 sind in dem großzügig angelegten Gebäude mit insgesamt vier Hangarn auch die Hubschraubertechnik mit dem zertifizierten Wartungsbetrieb Heliair sowie das Schulungs- und Logistikzentrum-Ost der ÖAMTC-Flugrettung untergebracht.


Das Flugrettungszentrum Ost wurde 2001 eröffnet – Foto: P. Radosta / Austrian Wings

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Links:

Christophorus Flugrettungsverein (ÖAMTC)

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