Sterbeurkunde Manfred von Richthofens aufgetaucht

Einem Bericht der polnischen Zeitung „Gazeta Wyborcza“ zufolge, ist im Stadtarchiv des westpolnischen Ostrowo (Ostrów Wielkopolski) die Sterbeurkunde von Manfred Albrecht Freiherr von Richthofen aufgetaucht.


Manfred von Richthofen war unter anderem Träger des höchsten preussischen Tapferkeitsordens, des Pour le Merite, auch bekannt als „Der Blaue Max“

Manfred von Richthofen gilt mit 80 bestätigten Luftsiegen als der erfolgreichste Jagdflieger des Ersten Weltkrieges und wurde durch seine knallrot bemalte Maschine als „Der Rote Baron“ weltberühmt.


Der Fokker Dr. 1 Dreidecker, den von Richthofen flog, wurde mehrfach als Replika nachgebaut und ist auf Flugtagen zu bestaunen

Am 21. April 1918 fiel der, einem alten schlesischen Adelsgeschlecht entstammende und in Breslau geborene, Freiherr von Richthofen im Alter von 25 Jahren.

Lange Zeit war man davon ausgegangen, dass der Kanadier Roy Brown Richthofen abgeschossen hatte, neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen nach wurde die tödliche Kugel jedoch vom Boden aus abgefeuert. Als Schütze gilt William John „Snowy“ Evans.

Nach mehreren Umbettungen ruht Manfred Freiherr von Richthofen seit 1975 neben seinem Bruder Bolko und seiner Schwester Elisabeth im Familiengrab auf dem Südfriedhof in Wiesbaden, Deutschland.

Seit dem 21. April 1961, dem 43. Todestages von Richthofens, trägt das JG 71 der Bundeswehr seinen Namen. Im so genannten „Traditionsraum“ des Geschwaders befindet sich unter anderem ein Nachbau des berühmten Fokker Dr. 1 Dreideckers, den von Richthofen an seinem Todestag flog.

Links:

Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ (Deutsche Bundeswehr)
Ausführliche militärische Biografie über Manfred von Richthofen
Biografie beim Deutschen Historischen Museum

red AW