Air Canada Boeing 767-200 C-GAUN, "Gimli Glider", aufgenommen in Toronto - Foto: Marc Hasenbein

30 Jahre „Gimli Glider“

Triebwerksausfälle bei Verkehrsflugzeugen lassen sich selbst trotz sorgfältigster Wartung nicht vollständig ausschließen. Da moderne Verkehrsflugzeuge aber über mindestens zwei, in etlichen Fällen auch über mehr Antriebe verfügen, ist ein solcher Zwischenfall normalerweise recht problemlos beherrschbar. In ganz seltenen Fällen jedoch kann es zu einem Totalausfall aller Triebwerke kommen, und dann wird aus einem hunderte Tonnen schweren Jet ein Segelflugzeug wider Willen. Der wohl bekannteste Vorfall dieser Art ereignete sich vor 30 Jahren. An jenem 23. Juli 1983, einem Samstag, versagten kurz hintereinander beide Pratt & Whitney JT9D-7R4D Triebwerke einer Boeing 767-200 der Air Canada ihren Dienst. In einer fliegerischen Meisterleistung gelang Kapitän Bob Pearson und seinem Ersten Offizier Maurice Quintal eine Notlandung auf einem stillgelegten Militärflugplatz namens Gimli. Alle 69 Menschen an Bord überlebten.
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