Ex-AUA Chef Ötsch muss vor Gericht

Wie das WirtschaftsBlatt in seiner Freitag-Ausgabe berichtet, sieht es die Staatsanwaltschaft Nürnberg als erwiesen an, dass der Ex-AUA-Boss in seiner Zeit als Siemens-Manager wissentlich fingierte Rechnungen in der Höhe von 21 Millionen Euro freigegeben hat.

Mit dem Geld sollte die unternehmensfreundliche Gewerkschaft AUB als Gegengewicht zur IG Metall aufgebaut werden. Ötsch soll wie sein bereits rechtskräftig verurteilter Vorgänger Johannes Feldmayer als Bereichsleiter Automation and Drives in Nürnberg zum Zwecke der Verschleierung Rechnungen ohne Gegenleistung genehmigt haben.

Ötsch wird vorgeworfen, Zahlungen in Gesamthöhe von 21 Millionen Euro freigegeben zu haben. Der Strafrahmen für derartige Tatbestände beträgt zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Freiheitsentzug.

Gegenüber dem WirtschaftsBlatt bestreitet Ötsch alle Vorwürfe: „Leider ist es mir nicht gelungen, den Staatsanwalt von meiner Unschuld zu überzeugen. Nun werde ich eben den Richter davon überzeugen“, so Ötsch.

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(red / APA-OTS)

Anklage gegen ehemaligen AUA-Chef Alfred Ötsch

Einem Bericht des „Wirtschaftsblatt“ zufolge, bereitet die Nürnberger Staatsanwaltschaft eine Anklage gegen drei ehemalige Siemens Manager vor, darunter auch der Ex-AUA-Vorstand Alfred Ötsch.

Der Oberstaatsanwalt von Nürnberg wird mit den Worten: „Ich kann bestätigen, dass die Ermittlungen vor dem Abschluss stehen“, zitiert.

Unter anderem wird den drei Managern Untreue und Steuerhinterziehung in besonders schweren Fällen vorgeworfen.

(red)