Flughäfen London Heathrow und Manchester setzen Nacktscanner ein

Seit heute werden auf den britischen Flughäfen London Heathrow und Manchester Nacktscanner eingesetzt. Vorerst werden Passagiere nur stichprobenartig mit den neuen Geräten kontrolliert. Wer sich weigert, dem wird das Besteigen des Flugzeugs verweigert.

Bereits in den kommenden Wochen soll der Einsatz der Ganzkörperscanner ausgedehnt werden. Die beiden Flughäfen versicherten, dass die Bilder nicht gespeichert würden und auch ein „Erkennen von Personen unmöglich“ sei.

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Nacktscanner – junge Fluggäste kritischer als ältere

red AW

Nacktscanner: Junge Fluggäste kritischer als ältere

Airport.at präsentiert Ergebnisse zu Online-Umfrage

Ältere Männer geben Nacktscannern an Flughäfen viel eher ihr „Ja“-Wort als ältere Frauen. Jüngere Menschen stehen den Scannern hingegen deutlich kritischer gegenüber. Das sind zwei der wesentlichen Ergebnisse einer Online-Umfrage der Flugpreisvergleichsseite Airport.at zur möglichen Einführung von Nacktscannern an Flughäfen. Während die Gesamtergebnisse eine ungefähr gleiche Anzahl von Befürwortern und Gegnern mit leichter Tendenz zum „Ja“ für Nacktscanner zeigen, sind bei den einzelnen Teilnehmergruppen deutliche Unterschiede erkennbar.

Vom 24. bis zum 25. Januar 2010 haben insgesamt 510 Personen an der von Airport.at initiierten Online-Umfrage teilgenommen. Knapp 37 Prozent aller Teilnehmer sprachen sich dabei für die Einführung von Nacktscannern an Flughäfen aus. Etwas über 34 Prozent stimmten dagegen. Deutliche Unterschiede zeigten sich allerdings zwischen den Geschlechtern und in den verschiedenen Altersgruppen. Während die Männer eher mit „Ja“ stimmten, überwog bei den Frauen insgesamt die Ablehnung.

Jüngere dagegen, Ältere dafür
Menschen bis zu einem Alter von 25 Jahren standen den Nacktscannern besonders skeptisch gegenüber: Etwas über 44 Prozent stimmten hier mit „Nein“. Dagegen sprachen sich Menschen über 40 mehrheitlich für deren Einführung aus. Besonders deutlich zeigen sich Unterschiede, wenn man Alter und Geschlecht gemeinsam betrachtet: Das Alter scheint dabei für die Präferenzen eine wichtigere Rolle zu spielen. So waren Frauen bis zu einem Alter von 25 Jahren sehr klar gegen Nacktscanner. Bei Frauen ab 40 zeigte sich eine umgekehrte Tendenz: Über 38 Prozent sprachen sich für die Nacktscanner aus und nur 30 Prozent dagegen.

Männer haben unterschiedlichere Meinungen
Bei den Männern war die Bedeutung der Altersunterschiede im Abstimmungsverhalten noch ausgeprägter. Bis zum Alter von 25 Jahren zeigte sich eine deutlichere Ablehnung der Nacktscanner als bei den Frauen. Zugleich war das Pro in der Gruppe der Männer über 40 stärker. Es könnte generell sein, dass bei älteren Menschen eine Tendenz besteht, eine zusätzliche Sicherheit, die Nacktscanner an Flughäfen bieten, höher zu gewichten, als einen möglichen Eingriff in die Privatsphäre. Jüngere Menschen setzen hier scheinbar andere Präferenzen.

Auffällig ist auch eine jeweils größere Gruppe derjenigen, denen das Für und Wider der Einführung von Nacktscannern egal zu sein scheint. Vielleicht wird auch hier von offizieller Seite heißer diskutiert als in der Bevölkerung, die sich mit anderen Dingen mehr beschäftigt. Die Nacktscanner könnten durchaus lediglich ein Randproblem sein.

Dem Konsumenten eine Stimme geben
„Wir von Airport.at fanden es einfach wichtig, einmal Meinungen zum Thema ‚Nacktscanner‘ abzufragen“, sagt Rico Daniel, Geschäftsführer des Airport.at-Betreiberunternehmens Online Media Consulting (OMC). „Wir haben auch unsere Flugpreisvergleichsseite ins Netz gestellt und arbeiten mit dem renommierten Flugpreisvergleichs-Unternehmen Swoodoo aus Deutschland zusammen, um die Macht der Fluggäste gegenüber den Fluganbietern zu stärken. Durch den Flugpreisvergleich werden die Preise der einzelnen Fluggesellschaften schnell transparent und offenbaren deutliche Unterschiede.“

Airport.at möchte den Konsumenten aber auch über den Preisvergleich hinaus bei wichtigen Fragen rund um den Flugverkehr eine Stimme geben. Bei der Frage rund um Nacktscanner an Flughäfen ist dies geschehen. Rico Daniel betont, dass es sich bei der Umfrage um keine wissenschaftlich begleitete Studie handelt und dass der Zeitraum der Umfrage relativ kurz war. Aber sie dürfte dennoch Tendenzen aufzeigen, deren Beachtung sich in der weiteren Diskussion rund um Nacktscanner lohnen könnte.

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red AW / Presstext Austria / Airport.at

EU und USA diskutieren über Einführung von Körperscannen

Die Innenminister der Europäischen Union werden Mitte nächster Woche im spanischen Toledo über das Thema „Nacktscanner auf europäischen Flughäfen“ diksutieren. Laut spanischen Medienberichten wird auch Janet Napolitano, die Chefin des amerikanischen Heimatschutzes, an der Diskussion teilnehmen.

Der spanische Verkehrsminister Jose Blanco sagte bereits nach seinem Treffen mit Napolitano in Washington, dass der „Gebrauch von Körperscannern umumgänglich“ sein werde um „die Sicherheit auf den Flughäfen garantieren zu können.“

Innerhalb der EU vertreten die Regierungen derzeit noch unterschiedliche Auffassungen zu diesem Thema. Datenschützer und Mediziner sind strikt gegen eine Einführung dieser Technologie.

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red AW

Nacktscanner können Bilder speichern und verschicken

(pte) – In den USA ist eine scharfe Diskussion über die Leistungsfähigkeit der Nacktscanner ausgebrochen. Laut der Datenschutzorganisation Electronic Privacy Information Center (EPIC) können die Geräte, die in den USA bereits in 15 Flughäfen im Einsatz sind und auch in Europa zur Debatte stehen, die gemachten Aufnahmen speichern und auch weitersenden. Die US-Flughafensicherheits-Behörde TSA hatte dies bislang vehement bestritten.

Wie die EPIC unter Berufung auf TSA-Papiere berichtet, verfügen die Nacktscanner sehr wohl über die Möglichkeit, Bilder zu archivieren und weiterzuverarbeiten. Allerdings sind diese Funktionen nur im „Testmodus“ der Geräte aktiviert. Unter den mittlerweile im Web veröffentlichten Dokumenten befinden sich auch die Bestellpapiere aus dem Jahr 2008. Aus diesen geht hervor, dass der Hersteller Verbindungsmöglichkeiten zu Festplatten und Netzwerk vorsehen und die Nacktscanner über USB-Anschlüsse verfügen mussten, berichtet EPIC.

Kritik an Falschinformation
Die US-Datenschützer kritisieren die TSA vor allem für die Falschinformationen scharf. Die TSA habe der Öffentlichkeit bewusst verschwiegen, dass die Geräte sehr wohl über die Möglichkeit verfügen, die Bilder weiterzuverarbeiten. Weiterhin hält die Flughafensicherheits-Behörde auf der Webseite jedoch an ihrer Stellungnahme fest, dass die Geräte über keinerlei Speichermöglichkeit verfügen würden.

Gegenüber CNN bekräftigte ein TSA-Sprecher nun, dass dies auf den Regelbetrieb zutrifft und die Mitarbeiter vor Ort am Flughafen keine Möglichkeit hätten, den Nacktscanner in den Testmodus zu versetzen. Dafür müsste das Gerät in ein TSA-Labor geschafft werden. Keine Angaben gibt es allerdings darüber, ob zusätzliche Hard- und Software oder lediglich gewisses Know-how nötig sei. Die Tatsache, dass die Weiterverarbeitung der Bilder überhaupt möglich ist, reiche schon, um großen Spielraum für Missbrauch zu eröffnen, heißt es vonseiten der EPIC.

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BZÖ gegen Einführung von Nacktscannern

Als „massiven Eingriff“ in die Bürgerrechte wertete heute BZÖ-Generalsekretär Abg. Stefan Petzner den Vorschlag der EU-Kommission, Nacktscanner auf Flughäfen als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme im Kampf gegen den internationalen Terrorismus einzuführen „Das BZÖ lehnt daher eine solche Einführung mit aller Entschiedenheit ab.

Diese Kontrollmaßnahme stellt einen markanten Eingriff in die Bürgerrechte dar. Die Verletzung der Menschenwürde und Intimsphäre ist einfach nicht hinnehmbar“, so Petzner.
„Darüber hinaus birgt dieser geplante Unfug der EU-Kommission auch ein gesundheitliches Risiko in sich, denn die Röntgenstrahlung belastet den Körper sehr stark. Auch der Sicherheitsgewinn mit diesen Nacktscannern ist minimal.

Gerade der jüngste gescheiterte Terroranschlag in den USA hat gezeigt, dass die strengsten Sicherheitskontrollen nichts helfen, wenn man das Problem nicht an der Wurzel bekämpft. Mann muss zuerst einmal in jenen Staaten das Problem in den Griff bekommen, wo der Terror ausgeht, wie etwa in Jemen, Pakistan oder Afghanistan, betonte Petzner.

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red AW / APA-OTS

EU-Anti-Terror-Chef lehnt flächendeckenden Einsatz von Nacktscannern ab

Gilles de Kerchove, Anti Terror Koordinator der EU, hat sich grundsätzlich für die Einführung von Ganzkörperscannern („Nacktscannern“) ausgesprochen, zugleich jedoch einen flächendeckenden Einsatz dieser Geräte abgelehnt.

Er sei dafür, „bestimmte Flüge“ auszusuchen und „deren Passagieren zu scannen und vielleicht einen Teil der anderen Fluggäste“, die übrigen Passagiere sollten auch weiterhin so wie bisher kontrolliet werden.

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