Gespräche zwischen AUA und Kärnten

Nach breit geführter öffentlicher Diskussion haben sich heute, Dienstag, Landeshauptmann Gerhard Dörfler, Finanz- und Wirtschaftsreferent LR Harald Dobernig und AUA-Vorstandsdirektor Andreas Bierwirth zu einem ausführlichen und ausgesprochen konstruktiven Kärntner Fluggipfel getroffen.

Die AUA hat eine so genannte Public Service Obligation (PS0), eine öffentliche Ausschreibung für die Strecke vorgeschlagen, was vom Land Kärnten abgelehnt wurde.

Das Bundesland Kärnten hat sich jedoch bereit erklärt, die AUA zu unterstützen, ein neues Anbindungskonzept für den Standort Klagenfurt zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen zu entwickeln. Zu den Maßnahmen, welche Austrian Airlines überprüfen werden, zählt eine Reduktion der Flüge bei gleichzeitiger Anpassung der Flugzeiten.

Künftig könnten dafür größere Flugzeuge mit 80 anstatt 50 Sitzplätzen auf der Strecke zum Einsatz kommen.

Nun müssten das Land Kärnten und die örtliche Wirtschaft eine gemeinsame Position zu finden. Die AUA werde, vor einer Umsetzung der Änderungen, das Konzept mit dem Land Kärnten und deren Wirtschaftsvertretern abstimmen, hieß es.

Eine Implementierung des neuen Konzeptes ist mit Beginn des Flugplanes 2010/2011 zu erwarten.

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Robin Hood wirft AUA „Vernichtungsfeldzug“ vor

Drei Tage, bevor Gespräche zwischen der AUA und der steirischen Landesregierung betreffend die Flugverbindung Wien – Graz stattfinden sollen, hat die steirische Robin Hood der AUA wörtlich einen „Vernichtungsfeldzug“ vorgeworfen.

Georg Pommer, Chef von Robin Hood, möchte seinerseits (finanzielle) Hilfe vom Land Steiermark, „insbesondere wegen des Vernichtungsfeldzugs der AUA und des Angriffs auf steirische Arbeitsplätze die aliquote Unterstützung des Landes, wie sie die AUA im Vorjahr als Rettung in Form einer Staatshilfe bekommen hat“, wie Pommer von der „Kleinen Zeitung“ (Printausgabe 02. Februar 2010) zitiert wird.

Hintergrund der Verbalattacke ist ein AUA-Flugtarif von 50 Euro für Hin- und Rückflug auf der Strecken Wien – Graz, allerdings exklusive Flughafengebühren. Pommer sieht darin „steuerfinanzierte Kampfpreise“ und „Verdränungstarife“, so die „Kleine Zeitung“ weiter.

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AUA – „Als gewissenhafte Kaufleute müssen wir handeln“

Fluglinie schlägt für defizitäre Strecken Public Service Obligation vor

Laut einer Meldung der APA „verteidige“ die AUA ihre Forderung an die Bundesländer, die verlustbringenden Verbindungen von Wien nach Graz, Klagenfurt und Linz zu subenvtionieren. In der APA-Meldung wurde aus einer Mitteilung der AUA wie folgt zitiert: „Als gewissenhafte Kaufleute müssen wir hier handeln und gegensteuern. Wir suchen jetzt das Gespräch mit der öffentlichen Hand in den Bundesländern (…), um gemeinsam eine Lösung zu finden.“ Der APA zufolge, habe die Airline mitgeteilt, ohne eine entsprechende Verlustabdeckung die Strecken einstellen zu müssen.

Heute schlug die AUA deshalb eine sogenannte Public Service Obligation (PSO) als Lösungsmöglichkeit vor – „Die PSO ist ein Instrument, dass in Österreich zum Beispiel im Busverkehr bereits eingesetzt wird, um sicherzustellen, dass unrentable Strecken dennoch betrieben werden. In anderen europäischen Ländern wie Norwegen, Frankreich, Großbritannien, Italien oder Deutschland wird es auch schon umfassend in der Luftfahrt eingesetzt“, hieß es in der Meldung der Austria Presse Agentur.

Für den aktuellen Sommerflugplan sekien derzeit „keine wesentlichen Änderungen“ geplant. Das vorgeschlagene PSO-Verfahren würde etwa ein Jahr dauern, deshalb hoffe man „mittelfristig“ auf eine Lösung. „Falls das nicht gelingt, müssen wir andere Möglichkeiten prüfen, die Strecken rentabel zu gestalten. Grundsätzlich ist es unser Ziel, diese Strecken aufrechtzuerhalten.“

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