Robin Hood bleibt in Graz

Wie die insolvente steirische Regionalfluglinie Robin Hood heute mitteilte, werde sie auch weiterhin vom Standort Graz aus operieren.
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„Kleine Zeitung“: Robin Hood vor Neustart im Mai

Firmengründer Georg Pommer verlässt das Unternehmen

Die seit 15. März 2010 insolvente steirische Regionalfluglinie Robin Hood könnte bereits am 20. Mai einen Neustart hinlegen. Das berichtete die „Kleine Zeitung“ am 16. April 2010 in ihrer Onlineausgabe.
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Steirische Fluglinie Robin Hood insolvent

Ausgleich wird angestrebt – Flugbetrieb soll vorerst weitergeführt werden

Wie der Alpenländische Kreditorenverband gegenüber der Austria Presse Agentur bestätigt hat, musste die im Jahr 2007 gegründete steirische Fluglinie Robin Hood Insolvenz anmelden.

Ein entsprechender Insolvenzantrag inklusive Zwangsausgleich (damit die Betriebslizenz nicht erlischt, Anm. d. Red.) soll beim Handelsgericht Graz eingebracht worden sein.

Von der Insolvenz sind 24 Angestellte unmittelbar betroffen, ob, bzw. welche Auswirkungen die Pleite auf Geschäftspartner, zB Zulieferer, von Robin Hood hat, ist noch unklar.

Die Passiva betragen dem Vernehmen nach 6,8 Millionen Euro.

Für Geschäftsführer Georg Pommer ist dies bereits die dritte Pleite mit einer Fluglinie – am 09. Juni 2004 musste Pommers „Fairline“ nach weniger als einem halben Jahr Konkurs anmelden, und im Jahr 2006 stellte die 2003 gegründete Styrian Spirit den Betrieb ebenfalls ein (Pommer war bei Styrian Spirit zwar maßgeblich am Konzept beteiligt, jedoch nicht im Management, Anm. d. Red.).

Als Ursache für die Insolvenz von Robin Hood nannte Georg Pommer „erhebliche Anlaufkosten in der langfristigen Eröffnungsphase, Auswirkungen der Wirtschaftskrise sowie Benachteiligungen gegenüber anderen staatlich subventionierten Flugunternehmungen“.

Allerdings hatte Pommer noch am 14. Februar 2010 als Reaktion auf einen Artikel des Nachrichtenmagazins „profil“ gegenüber Austrian Wings betont, davon auszugehen, dass „sich die guten Ergebnisse des Q4 auch in das Gesamtjahr 2010 mitnehmen lassen”.

Und erst am 01. März hatte Robin Hood noch eine neue Flugverbindung von der oberösterreichischen Haupstadt Linz nach Zürich aufgenommen.

Robin Hood betreibt derzeit zwei Maschinen von Typ Saab 340. Heimatflughafen ist Graz.

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Robin Hood

(red RR / TM / PR)

„profil“: Robin Hood in finanziellen Schwiergkeiten

Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2010 / 16:10 Uhr

Angeblich Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Airline Boss Georg Pommer

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ist die Grazer Robin Hood Aviation GmbH in finanzieller Bedrängnis. Das zeigen interne Unterlagen, die „profil“ zugespielt wurden. Zu einem Zeitpunkt, zu dem Mitarbeiter längst auf Gehaltsbestandteile verzichten mussten, wurde Familienmitgliedern von Georg Pommer noch Rechnungen über mehrere Tausende Euro ausbezahlt.

Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt wegen des Verdachts auf Betrug, betrügerische Krida und grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen. Georg Pommer bezeichnet die Vorwürfe als haltlos und brachte eine Anzeige wegen Verleumdung ein. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Auf Austrian Wings Anfrage erklärte Robin Hood Geschäftsführer Georg Pommer, dass ihm „keine Informationen über eine behördlich laufende Ermittlung vorliegen“ würden.

Zu den angeblich „profil“ vorliegenden Unterlagen betonte Pommer, dass man schon vor „einiger Zeit Anzeige  wegen Diebstahls von Unternehmenseigentum“ erstattet habe. Pommer weiter:

„Offenbar handelt es sich um fristlos entlassene Mitarbeiter, die aus Qualifikationsgründen und wegen gravierender Verfehlungen das Unternehmen verlassen mussten und/oder ausgetretene Kollegen. Ein anhängiges Betrugsverfahren bei einem der entlassenen Mitarbeiter spricht für sich, die anonyme Weitergabe von Unterlagen, aus denen sich mit böser Absicht Verfehlungen zusammenreimen lassen, richtet sich ohnedies von selbst.“

Zu den Auszahlungen an Familienmitglieder sagte er, dass seine Familie ihm vier Jahre lang beim Aufbau der Fluglinie zur Seite gestanden habe.

„Die Honorarnote bzw. der darin enthaltene Betrag steht so auch in keinem Verhältnis zu den engagiert erbrachten Leistungen meiner Familie über einige Jahre“, so Pommer gegenüber Austrian Wings zu den im „profil“ erhobenen Vorwürfen.

Dazu, dass Mitarbeiter „auf Gehaltsbestandteile verzichten“ hätten müssen und zur aktuellen wirtschaftlichen Situation von Robin Hood wollte sich Pommer nicht detailliert äußern.

Er gehe aber davon aus, dass „sich die guten Ergebnisse des Q4 auch in das Gesamtjahr 2010 mitnehmen lassen“.

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(red / PROFIL / APA-OTS)