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Österreich, Top Themen - Geschrieben von Redaktion Aig am Mittwoch, Februar 15, 2012 17:01
[U] AUA-Vorstand kündigt Kollektivvertrag
Letzte Aktualisierung: 15. Februar 2012 / 22:27 Uhr
Rund 2.300 von knapp 6.000 Mitarbeitern betroffen
„Da die Belegschaftsvertreter aus Sicht des Vorstandes keine Verhandlungsbereitschaft zeigen, wird die Gangart (im aktuellen Tarifkonflikt, Anm. d. Red.) verschärft“, schreibt die „Krone“ in ihrer heutigen Abendausgabe. Demnach hat der AUA-Vorstand nun den geltenden Kollektivvertrag gekündigt, um eine „Betriebsüberführung“ zur Tochter Tyrolean, wo die Mitarbeiter für deutlich weniger Geld arbeiten müssen, durchzuführen.

Die AUA-Mitarbeiter zeigen den Plänen des Vorstandes die Rote Karte – Foto: Austrian Wings Media Crew
Wie berichtet, lehnen Gewerkschaft und Betriebsräte den neuen, einseitig vom Vorstand ausgearbeiteten Kollektivvertrag zur Senkung der Personalkosten ab. Gibt es bis 29. Februar keine Einigung, sei auch ein Streik denkbar.
Seitens des Vorstandes wurde nun in einem Brief an die Gewerkschaft angekündigt, dass nunmehr „Plan B“ in Kraft trete. Dieser beinhaltet die Kündigung des aktuellen AUA-Kollektivvertrags für das Bordpersonal und – sofern bis 29. Februar keine Einigung zustande kommt – eine „Betriebsüberführung“ sämtlicher fliegender Mitarbeiter (rund 2.300 von insgesamt 5.800 AUA-Angestellten) in die billigere Tochter Tyrolean, besser bekannt als Austrian Arrows. Deren Kollektivvertrag liegt um 20 bis 25 Prozent unter jenem der AUA. Dies sei zur „langfristigen Absicherung der AUA-Arbeitsplätze“ notwendig, so AUA-Vorstand Peter Malanik.
„Für unsere Bord-Mitarbeiter bedeutet das unmittelbar keine Änderung, da der Kollektivvertrag bis zum Betriebsübergang weiterhin seine Gültigkeit hat. Für die tatsächliche Änderung bereiten wir rechtzeitig ein Informationspaket für die Kolleginnen und Kollegen im OS KV Bord vor”, erklärt der Vorstand in einer Aussendung an die Mitarbeiter.
Bereits kommende Woche seien seitens des Vorstandes Gespräche mit Personalvertretern geplant. Man habe diesen entsprechende Terminvorschläge übermittelt und gehe davon aus, „dass wir diese Termine dazu nutzen können, zu einem Verhandlungsergebnis zu kommen, das uns die Zukunftssicherung einer Austrian Airlines, so wie wir sie heute kennen, ermöglicht”, so der Vorstand in einem Mail an die Belegschaft.
Darin schreibt das Management auch, dass es „unser Ziel ist und bleibt, die Austrian Airlines nicht nur als größte Airline des Landes und führenden Hub-Carrier in Osteuropa in dieser Form zu erhalten, sondern auch die Zukunft für erfolgreiche Wachstumsperspektiven in der Langstrecke zu schaffen.”
Weiters möchte der Vorstand langfristig “alle Jobs erhalten” und in einem zweiten Schritt auch „Perspektiven aufbauen, um am Ende dieses schwierigen Wegs eine erfolgreiche Austrian Airlines zu haben, deren Flugrichtung wir zur jeder Zeit selbst bestimmen können”.
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