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International - Geschrieben von Redaktion Aig am Samstag, Februar 25, 2012 15:03

B737: Sicherheitsrisiko durch PSU und Crew-Gurtsysteme?

Passagiere und Crewmitglieder, die Flugunfälle in Maschinen des Typs Boeing 737 verletzt überlebt haben, könnten Schaden durch inadäquat getestete Systemkomponenten in der Kabine erlitten haben. Die Zertifizierungen der Zulassung seien für die tatsächlich im Absturzfall auftretenden Kräfte nicht ausreichend gewesen.

Es geht unter anderem um die sogenannten “Passenger Service Units (PSU)”, die oberhalb der Sitze unter den Staufächern eingebaut sind und Sauerstoffmasken, Sauerstoffgenerator und Lüftungsdüsen beinhalten. Diese Module wiegen jeweils zirka 5,2 Kilogramm. Das US-National Transport Safety Board (NTSB) hat nun aktuelle Richtlinien zur Zulassung dieser Komponenten erarbeitet; auch die Systeme anderer Hersteller sollen, wenn ähnliche Probleme zu verzeichnen sind, geprüft werden.

Bei Unfällen mit Boeing 737-Maschinen sei durch ein Loslösen dieser PSU-Komponenten aus der Verankerung eine zusätzliche Verletzungsgefahr entstanden. Passagiere wurden offensichtlich am Kopf bzw. im Gesichtsbereich getroffen. Außerdem könnten herabgefallene und vom Deckenbereich hängende PSU zur Blockierung von Fluchtwegen führen. Zu dieser Schlussfolgerung kommt das NTSB in einem Schreiben vom 24. Februar 2012 als Ergebnis der Evaluierung mehrerer B737-Unfälle zwischen 2008 und 2010.

Die Federal Aviation Administration (FAA) wurde aufgefordert, Verbesserungen dahingehend vorzunehmen, dass diese Systemkomponenten höheren Belastungen ausgesetzt werden können, bzw. im Falle einer tatsächlichen Beschädigung oder Loslösung aus deren Verankerung nicht auf die Passagiere herabfallen.

Auch die Sicherheitsgurte auf Flugbegleiter-Sitzen gerieten ins Visier der Kritik. Eine Anbaukonsole am Gurtsystem des Herstellers Ipeco soll in zwei Fällen nicht ordnungsgemäß funktioniert und damit Rückenverletzungen hervorgerufen haben. Die NTSB-Experten weisen darauf hin, dass es bei Systemen eines anderen Herstellers (AmSafe Aviation), welcher verstärkte Aluminiumteile verwendet, zu keinen Zwischenfällen gekommen sei.

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(red Aig)

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