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Rauch an Bord von Lufthansa A330

Gestern kam es an Bord eines Lufthansa Airbus A330-300 zu einem Rauchvorfall, wie der "Aviation Herald" berichtet.

Dem Bericht zufolge war die Maschine mit der Kennung D-AIKG gerade als Flug LH 598 in Frankfurt mit Ziel Jeddah gestartet, als die Piloten den Steigflug in 3.300 Fuß abbrachen, Rauch in der Kabine meldeten und ankündigten, eine Rücklandung durchzuführen. Rund sieben Minuten nach Auftreten des Problems landete der Zweistrahler wieder sicher in Frankfurt. Laut Auskunft eines Passagiers sei "dicker Rauch" in der Kabine sichtbar gewesen, schreibt der "Aviation Herald".

Der Havarist wurde von der Lufthansa-Technik eingehend untersucht, während die Passagiere ein Ersatzflugzeug (D-AIKD) bestiegen, das sie an ihr Ziel brachte.

„High level emergency”

Feuer und Rauch zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb als “High level emergency” behandelt. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.

Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Am 2. September 1998 stürzte eine MD-11 der Swissair vor Halifax in den Atlantik, nachdem ein Feuer zu einem Totalausfall aller Instrumente führte und ins Cockpit eingedrungen war – alle 229 Menschen an Bord fanden den Tod, dieser Absturz ist bis heute das schwerste Unglück in der Geschichte der Schweizer Luftfahrt.

(red / Titelbild: Symbolbild aus dem Trainingszentrum einer großen Fluglinie: Rauch in der Passagierkabine - Foto: Austrian Wings Media Crew)