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"Geisterflughafen" Ciudad Real zum Spottpreis verkauft

Er ist Sinnbild der spanischen Immobilienkrise, nun kam er unter den Hammer: der "Geisterflughafen" Ciudad Real wechselte seinen Besitzer. Zumindest vorerst.

Der Airport wurde 2008 eröffnet, sollte unter anderem zum Cargo-Zentrum avancieren und zwei Millionen Fluggäste jährlich zählen. Billigflieger Ryanair steuerte 2010 Ciudad Real sogar kurzzeitig an, doch die Verbindung erwies sich als nicht profitabel. Insolvenzverfahren und Betriebseinstellung folgten.

Die chinesische Investorengruppe Tzaneen International hat das Areal, dessen tatsächliche Baukosten auf bis zu eine Milliarde Euro geschätzt werden, nun für symbolische 10.000 Euro erworben - und ist bei der Versteigerung einziger Bieter gewesen. Die Käufer geben an, an die 100 Millionen Euro investieren zu wollen. Besonders chinesische Unternehmen seien daran interessiert, den jetzigen "Geisterflughafen" in einen Export-Umschlagplatz für Europa zu verwandeln.

Allerdings lehnte ein Gericht den 10.000-Euro-Deal am Freitag vorerst als zu niedrig ab. 40 Millionen seien als Mindestmarke zu sehen, hieß es seitens der Juristen.

(red Aig / Titelbild: Die Investitionsruine Ciudad Real soll für den chinesischen Markt interessant sein - Foto: Wikimedia Commons)