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Flughafen Zürich mit neuem GPS-Abflugverfahren

Der satellitengestützte Anflug auf die Piste 14 ist seit März vergangenen Jahres möglich. Nun führt die Flughafenbetreiberin per 18. Oktober 2012 in Zusammenarbeit mit Skyguide auch einen satellitengestützten Abflug ein. Während sich die Technologie ändert, bleiben die Abflugrouten dieselben.

Als erster Flughafen in der Schweiz implementierten der Flughafen Zürich und Skyguide am 10. März 2011 einen satellitengestützten Anflug. Das moderne Anflugverfahren leitet Flugzeuge mittels GPS-Technologie von Norden auf die Piste 14. Ab dem 18. Oktober 2012 wird nun auch ein neues Abflugverfahren gestützt auf Satellitennavigation auf der Piste 34 möglich sein.

Erstmals wird damit in der Schweiz ein Abflugverfahren angewendet, bei dem neu für den Kurvenflug ein Kurvenradius definiert wird. Die neue, satellitengestützte Abflugroute verläuft im Grundsatz deckungsgleich mit der bestehenden Abflugroute. Während sich die Technologie ändert, bleiben die Routen dieselben. Mit dem neuen Abflugverfahren verspricht man sich eine genauere Routenführung und damit eine Reduktion der Streuung im Kurvenflug. Mit welcher Technologie die Abflüge auf der Piste 34 erfolgen, hängt von der Ausrüstung der Flugzeuge ab und liegt letztlich im Ermessen des Piloten. Das Projekt dient Skyguide, dem Flughafen Zürich sowie der Fluggesellschaft Swiss dazu, mit neuen technologischen Möglichkeiten erste Erfahrungen zu neuen An- und Abflugverfahren sammeln zu können.

Die Verfahren für GPS-Anflüge und GPS-Abflüge werden im Rahmen der schweizerischen Innovationsplattform CHIPS entwickelt. CHIPS steht für „CH-wide Implementation Program for SESAR Related Activities”. Nebst der Flughafen Zürich AG und Skyguide ist darin unter der Führung des BAZL auch die Fluggesellschaft SWISS involviert. Mit dem Vorhaben bekräftigt der Flughafen Zürich nach eigenen Angaben seine Rolle als führender Flughafen bei der Entwicklung und Einführung satellitengestützter Flugverfahren.

(red / Flughafen Zürich)