International

Flughafen Frankfurt: Neue online Suchfunktion beschleunigt Prozesse im Fundbüro

Symbolbild Flughafen Frankfurt - Foto: Markus Klein / Austrian Wings

Oh Schreck: die Familie hat soeben im Flieger Platz genommen, die Vorfreude auf den Urlaub ist riesengroß, da stellt der Jüngste entsetzt fest: „Mein Teddy ist weg!“ Was nun? Dass das geliebte Kuscheltier in den Ferien fehlen wird, ist schlimm genug. Sicher zu wissen, dass der Teddy bis zur Rückkehr der Familie gut aufgehoben ist, kann da schon für enorme Erleichterung sorgen. Er verbringt halt seinen „Urlaub“ diesmal im Fundbüro des Frankfurter Flughafens.

Woher diese Gewissheit kommt? Ab sofort können Besitzer von vermissten Gegenständen ganz einfach online ihre Verlustmeldung beim Fundbüro einreichen – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit, unabhängig von den Öffnungszeiten. Im Idealfall erscheint der gesuchte Gegenstand zu diesem Zeitpunkt bereits in der Datenbank. Ein neues System gleicht Suchanfragen und Fundmeldungen automatisch ab, ermittelt Treffer und benachrichtigt den Eigentümer, sobald das vermisste Eigentum auftaucht.

Im Suchportal auf der Website des Airports lassen sich Merkmale wie Marke, Farbe, Größe, indivuelle Kennzeichnungen und Verlustzeitpunkt festhalten. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein Bild des vermissten Artikels hochzuladen. „Das neue System erleichtert uns die Arbeit enorm“, erklärt Rike Krüger vom Fundbüro des Flughafens Frankfurt. Zum einen gibt der Passagier selbst die Suchparameter ein. Bisher mussten diese von den Beschäftigten aus E-Mails und von Faxen abgetippt oder in Telefonaten erfragt werden. Das dauerte insbesondere an aufkommensstarken Verkehrstagen mitunter länger. „Für den Fluggast ist es natürlich auch ein Servicevorteil. Er kann den Suchvorgang aktiv unterstützen und muss während seiner Reise nun nicht mehr hoffen und bangen, dass wir sein Eigentum bis zu seiner Rückkehr gefunden haben“, erklärt Krüger. „Wir geben ihm Bescheid, sobald Laptop, Brille, Schal oder Regenschirm in unserem System erscheinen.“ Insbesondere die Funktion der Bilderkennung soll in Kürze weiter optimiert werden, so dass die eingesetzte Software immer mehr Merkmale des gesuchten Objekts automatisch erkennen und zuordnen kann. Das wird künftig sowohl die Sucheingabe als auch die Erfassung aufgefundener Dinge noch schneller und bequemer machen.

Steht fest, dass die gesuchte Sache im Fundbüro lagert, hat der Eigentümer weiterhin verschiedene Möglichkeiten, an seinen Besitz zu gelangen. Natürlich kann er sein Hab und Gut direkt nach der Rückkehr persönlich im Fundbüro abholen oder einen Stellvertreter hierzu berechtigen. Gegen eine geringe Gebühr und Übernahme der Portokosten, versenden die Mitarbeitenden des Fundbüros aber auch Gegenstände in alle Welt.

Gut zu wissen
Das Fundbüro am Flughafen Frankfurt ist eine Service-Einrichtung des Flughafenbetreibers Fraport. Hier arbeiten zehn Menschen. Bis zu 70 Fundstücke und 50 Suchanfragen beschäftigen das Team täglich. Aktuell lagern im Fundbüro im Terminal 1, Ebene 0 am Zugang zur Airport City Mall 10.000 Objekte. Die Bandbreite reicht von alltäglichen Gegenständen wie Schmuckstücken und Elektrogeräten, über Kleidung und Accessoires, Spielsachen und Reisegepäck bis hin zu Kuriositäten wie Kettensäge, Rollstuhl und Mikrowelle. Die Fundsachen werden drei Monate lang aufbewahrt und danach versteigert. Drei weitere Jahre lang bleibt der Erlös unangetastet, falls sich noch Eigentümer melden sollten. Das Fundbüro ist täglich zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet.

(red / Fraport)