International

Zur Erinnerung an Südafrikas schwerstes Flugzeugunglück: "Helderberg"-Foundation gegründet

Screenshot Homepage "Helderberg"-Foundation

Was für die Menschen in Österreich das Seilbahnunglück von Kaprun (2000) oder der Absturz der Lauda Air Boeing (1991) ist, das ist für die Südafrikaner der Crash von SAA Flug 295, einer Boeing 747-244B Combi mit dem Namen "Helderberg".

Am Freitag den 27. November 1987 boardeten in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh 140 Passagiere aus 14 Nationen, darunter unter anderem Deutsche, Schweizer, Dänen, Briten, Südafrikaner, Japaner und Niederländer, den South African Airways Flug 295. Die gerade einmal sieben Jahre alte Boeing 747-244B Combi mit dem klingenden Namen „Helderberg“ sollte nach Johannesburg fliegen. Doch dort kam die Maschine niemals an. Denn aus bis heute ungeklärter Ursache brach während des Reisefluges im Frachtbereich hinter der Passagierkabine ein Brand aus, der sich innerhalb weniger Minuten in ein bis zu 1.000 Grad heißes Inferno verwandelte. Obwohl die Flugbegleiter mit dem Mut der Verzweiflung gegen die Flammen kämpften und auch die Männer im Cockpit alles gaben, hatte die Besatzung keine Chance. Nur rund 30 Minuten vor einer geplanten Notlandung auf der Insel Mauritius stürzte die „Helderberg“ in den Indischen Ozean. Alle 140 Passagiere und die 19-köpfige Besatzung der „Helderberg“ fanden den Tod. Das Wrack selbst konnte erst ein Jahr nach dem Absturz lokalisierte werden ‒ von einem US-Spezialunternehmen, das bereits die Überreste des Space Shuttles „Challenger“ geborgen hatte. 

Bis heute ist der Absturz der "Helderberg" in Südafrika ein nationales Trauma, um das sich auch viele Verschwörungstheorien ranken. In Südafrika wurde jetzt die "Helderberg"-Foundation ins Leben gerufen. Laut der Homepage ist das Ziel der Organisation, "eine andere ,Helderberg'-Tragödie zu verhindern".

Bereits am 1. Jänner 2026 erschien das Sachbuch "Tödliches Feuer an Bord der ,Helderberg' - der mysteriöse Absturz von Flug SAA/SAL 295". Es ist das einzige Buch auf Deutsch, das sich mit dem Unglück befasst. Der Absturz der "Helderberg" war eine Zäsur für die Branche und führte zu einem de facto "Aus" für die Nutzung der 747 Combi.

(red TT)