Zeltweg – 15. Eurofighter eingetroffen


Die Eurofighterflotte des Österreichischen Bundesheeres ist mit der Lieferung der 15. Maschine komplett. Durch einen wirtschaftlich fragwürdigen Deal des Verteidigunsministers erhielt Österreich jedoch nur Maschinen der Tranche 1 – auch für eine längerfristige 24stündige Einsatzbereitschaft sind 15 Stück nicht ausreichend. Ungelöst ist auch noch das Problem der 40 Jahre alten Saab 105, die dringend einer Ablöse bedürfen – Foto: R. Reiner / Austrian Wings (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Am 12. Juni 2007 erfolgte die erste Landung von 15 österreichischen Eurofightern in Zeltweg. Die Eurofighter bilden einen wesentlichen Bestandteil der österreichischen Luftraumüberwachung. Obwohl das System „Eurofighter“ noch in der Einführungsphase ist, wurden bereits über 1100 Flugstunden und etwa 1280 Landungen und Starts durchgeführt. Heute, Donnerstag, um 15.13 Uhr wurde der 15. Eurofighter von Deutschland nach Österreich überstellt.

Überblick der bisherigen Eurofighter-Einsätze
Seit Juli 2008 übernehmen die Eurofighter, gemeinsam mit den Saab105, auch die Aufgaben der Luftraumüberwachung.

Im Rahmen ihrer Einsatzbereitschaft fingen erstmals am 8.Mai 2009 zwei Eurofighter, eine zivile Maschine unter Einsatz von Überschall ab. Abgefangen und identifiziert wurde eine russische Passiermaschine vom Typ YAK 40. Ab dem Raum Linz bestand zu dieser Maschine kein Funkkontakt mehr. Dies bedeutet automatisch eine Verletzung der Österreichischen Lufthoheit. In solchen Fällen wird grundsätzlich ein Alarmstart der Luftraumüberwachungsflugzeuge des Österreichischen Bundesheeres ausgelöst.

Der letzte so genannte Priorität „Alpha“ Einsatz von Eurofightern erfolgte am 23. September 2009. Ein Airbus 320 ohne Funkkontakt konnte über Sittersdorf (Kärnten) mit Überschallgeschwindigkeit identifiziert werden.

Im Zuge des im Oktober 2009 stattfindenden Verteidigungsministertreffens im Bratislava, werden die Eurofighter an der Lufttraumsicherungsoperation auch maßgeblich beteiligt sein.
Im heurigen Jahr waren es bereits 26 Priorität „Alpha“ Einsätze.

Luftraumüberwachung
Das Österreichische Bundesheer ist auch jederzeit in der Lage eine 24stündige aktive Luftraumüberwachung durchzuführen – aufgrund der Reduktion der Stückzahl auf 15 Maschinen allerdings nur für einen sehr beschränkten Zeitraum.

Dies war beispielsweise bei Großereignissen, wie der österreichischen EU-Präsidentschaft, der Euro 08 oder bei hochrangigen Staatsbesuchen der Fall.

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red AW / Bundesheer