Aeroflot Absturz bei Perm – Pilot alkoholisiert

Dem Bericht der russischen Untersuchungskommission zufolge, war der Pilot der Boeing 737 der Aeroflot Nord, die im August 2008 bei Perm abgestürzt war, alkoholisiert.

Dies habe vermutlich zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche geführt, wie der Vorsitzende der Untersuchungskommission, Alexej Morosow nach einem Bericht der Agentur Interfax in Moskau mitteilte.

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red AW

2008 war ein sicheres Jahr f. d. zivile Luftfahrt

Einem Bericht der britischen Ascend Aerospace Information zufolge war das abgelaufene Jahr eines der sichersten in der Geschichte der zivilen Verkehrsluftfahrt.

Kamen im Jahr 2007 noch 730 Menschen bei Flugunfällen ums Leben, sank die Zahl in 2008 um 25 Prozent auf 539 Opfer.

Die schwersten Unglücke 2008 waren der Absturz einer MD 82 der Spanair  in Madrid am 20. August (154 Todesopfer), der Verlust einer Boeing 737 der Aeroflot Nord bei Perm (82 Tote) und der Absturz einer Boeing 737 der krigisischen Itek Air, bei dem 65 Menschen ihr Leben verloren.

Lediglich im Jahr 2004 gab es mit 439 Luftfahrtoten noch weniger Opfer. Wurde im Jahr 2000 noch ein Durchschnittswert von 1,2 Millionen Flüge pro Unfall mit Todesfolge errechnet, hat sich auch dieser Wert auf 1,3 Millionen Flüge verbessert.

Sehr deutlich zeigt die Statistik auch die Fortschritte in der Sicherheit seit den 1990er Jahren. Damals ereigneten sich durchschnittlich 37,4 Flugunfälle mit tödlichem Ausgang, wobei jährlich im Mittel 1.128 Menschen ihr Leben verloren.

Diese deutliche Verbesserung fürt Paul Hayes, Vorstand von Ascend Aerospace Information auf Maßnamen wie die „Schwarze Liste“ der EU, eine bessere Einhaltung internationaler Luftverkehrsvorschriften und das Operational Safety Audit der IATA zurück. Diese Maßnahmen würden ineinander greifen und so „den Himmel für Reisende sicherer machen“, so Hayes abschließend.

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Ascend Aerospace Information
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red AW / Patrick Radosta

Aeroflot Absturz bei Perm – 88 Tote

Zuletzt aktualisiert am 15. 09.2008 um 15:43 Uhr

Ein schweres Flugzeugunglück ereignete sich heute Morgen in der Nähe der Stadt Perm im Uralgebirge. Die Boeing 737-505 mit dem Kennzeichen VP-BKO der russischen Fluggesellschaft Aeroflot befand sich auf dem Weg von Moskau nach Perm. Während des Anflugs auf den Flughafen brach in einer Höhe von etwa 6.000 Fuß (1.800 Meter) der Funkkontakt zu Flug 821 ab.

Kurz darauf wurden die Überreste der Maschine brennend in einem Industriegebiet in der Nähe der Stadt Perm gefunden. Entgegen ersten Berichten dürfte während des Fluges zunächst lediglich ein Triebwerk und nicht das gesamte Flugzeug explodiert sein. Herabstürzende Trümmer beschädigten unter anderem elektrische Leitungen der transsibirischen Eisenbahn auf einer Länge von rund einem halben Kilometer.

Die Insassen hatten laut Angaben der Sprecherin des russischen Zivilschutzministeriums, Irina Andrianowa, keine Überlebenschance. Laut Angaben der Fluggesellschaft Aeroflot befanden sich an Bord 82 Passagiere, darunter auch Ausländer aus Ascherbaidschan, der Schweiz, Deutschland, der Türkei, Italien und den USA, sowie 6 Besatzungsmitglieder auf dem Flug. Österreicher waren keine an Bord.

Rettungskräfte haben das Gebiet mittlerweile erreicht, rund 300 Sanitäter, Ärzte und Psychlogogen seien im Einsatz um die Angehörigen zu betreuen. Die Flugunfalluntersuchungsbehörden haben die Ermittlungen aufgenommen. Zwar sind die beiden „Black Box“ Aufzeichnungsgeräte noch nicht ausgewertet, doch gehen die Unfalluntersucher von einem Triebwerksdefekt als Unglücksursache aus.

Der russische Präsident Medwedew versprach den Angehörigen der Opfer vollste Unterstützung.

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red AW