Jungfernflug von Friedrichshafen auf den Balkan

Mit den neuen Destinationen Pristina und Tirana fliegen Passagiere ganzjährig von Friedrichshafen nach Südosteuropa.

Friedrichshafen, am 18. Dezember 2009 – Heute nahm die erste Boing B737-300 der albanischen Fluglinie Tafa Air vom Bodensee-Airport Friedrichshafen Kurs auf Pristina und Tirana. Die beiden südosteuropäischen Destinationen richten sich vorrangig an Gastarbeiter auf Heimatbesuch aus Süddeutschland, Vorarlberg und der Schweiz. Durch die tägliche Anbindung besteht aber auch eine attraktive Verbindung für Geschäfts- und Privatreisende.

Hans Weiss, Geschäftsführer des Flughafens Friedrichshafen erwartet auf der neuen Strecke ein zusätzliches Passagieraufkommen von rund 60.000 Fluggästen pro Jahr. Ab 18. Dezember startet die albanische Airline vom Bodensee-Airport Friedrichshafen das ganze Jahr über täglich um 19:15 Uhr nach Pristina im Kosovo und fliegt von dort weiter in die albanische Hauptstadt Tirana – hier landet die Maschine um 22:55 Uhr.

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Bodensee Airport kooperiert mit Flughafen Saarbrücken


von links nach rechts: Hans Weiss; Geschäftsführer Flughafen Friedrichshafen – Dieter Hornung; Vorsitzender des Aufsichtsrats Flughafen Friedrichshafen – Prof. Dr. Friedhelm Schwan; Hauptgeschäftsführer Flughafen – Foto: Flughafen Friedrichshafen

Strategisches Bündnis mit Flughafen Saarbrücken schafft neue Perspektiven, stärkt die Incoming-Verkehre und sorgt für bessere Passagierauslastung sowie Kostensenkungen.

Ab dem Jahr 2010 werden der Bodensee-Airport Friedrichshafen und der Flughafen Saarbrücken gezielt in einer Allianz zusammen arbeiten. Ein entsprechender Vertrag wurde am Donnerstag am Bodensee-Airport Friedrichshafen von der Geschäftsleitung beider Flughäfen unterschrieben. Durch die Kooperation wie das Zusammenführen verschiedener Strecken, die Abstimmung von Flugplänen oder der Akquisition neuer Fluglinien erwarten sich die Flughäfen-Verantwortlichen positive Synergien. Darüber hinaus sollen neben ökonomischen auch ökologische Gesichtspunkte wie die Verminderung des C02-Ausstoßes einen weiteren Schwerpunkt bilden.

Drehkreuz für neue Destinationen
Ob gemeinsame Marketingstrategien, eine bessere Auslastung der Passagierkapazitäten oder die Bündelung von Aktivitäten zur Stärkung des Tourismus – die Vorteile der Allianz liegen für Hans Weiss auf der Hand: „Mit diesem Abkommen können wir die Wirtschaftlichkeit beider Flughäfen verbessern, Passagierzahlen steigern und letztlich auch Kosten senken“, sagt der Geschäftsführer des Flughafens Friedrichshafen.

So sei beispielsweise geplant, Flüge der Fluggesellschaft Hamburg International aus Saarbrücken und von bis zu drei weiteren Flughäfen in Friedrichshafen zusammenzuführen, Passagiere auszutauschen und dann beispielsweise Ferienflugziele wie Hurghada, Sharm-el-Sheik, Marsalam sowie Lanzarote anzusteuern. Damit bekomme die deutsche Fluglinie nicht nur eine bessere Auslastung und könne wirtschaftlicher fliegen, auch die jeweils betreffenden Flughäfen erhöhen ihre Attraktivität durch zusätzliche Ziele. Und: Von der Kooperation der Flughäfen Friedrichshafen und Saarbrücken profitiert ebenso der Tourismus. So sollen künftig die jeweiligen Regionen als gegenseitige Tourismusziele vermarktet und so auch der Incoming-Verkehr gestärkt werden.

Strategische Allianz schafft Perspektiven
Die Allianz trägt bereits erste Früchte: Bereits für Anfang 2010 sind neue Destinationen vorgesehen. Im Februar kommenden Jahres könnte erstmals ein Flug von Saarbrücken unter Einbindung von Friedrichshafen in die französische Champagne aufgenommen werden, sagt Friedhelm Schwan, Hauptgeschäftsführer des Flughafens Saarbrücken. Darüber hinaus ist auch die neue Strecke Friedrichshafen-Saarbrücken-Amsterdam im Visier. Weiss: Die geplanten Destinationen sind auch für die wirtschaftlich prosperierende Bodenseeregion interessant. Zudem könne sich Weiss weitere Ziele, die auf dem Flugplan Saarbrücken stehen, wie Oslo, Luxemburg, Kopenhagen oder die Beneluxländer bereits ab Friedrichshafen via Saarbrücken vorstellen. Für das Jahr 2009 erwartet der Flughafen Friedrichshafen rund 600.000 Passagiere, Saarbrücken rechnet mit bis zu 460.000 Fluggästen in diesem Jahr.

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Flughafen Friedrichshafen – Neues Wettersystem für mehr Sicherheit

Neues System liefert noch präzisere und langfristige Wettermeldungen am Bodensee-Airport – automatische Wettermeldungen auch außerhalb der Betriebszeiten im 24-Stunden-Betrieb.

Am Flughafen Friedrichshafen sorgt ein neues Wettersystem mit 24-Stunden-Zugriff auf aktuelle Wetterdaten für noch mehr Sicherheit im Flugverkehr. Dazu hat der Bodensee-Airport in Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) eine neuartige Wettererfassung installiert, die automatische Wettermeldungen im Halbstunden-Takt liefert. Innerhalb der nächsten sechs Monate wird der Deutsche Wetterdienst das neue Programm des Flughafens Friedrichshafen auf Zuverlässigkeit und Genauigkeit der automatischen Wettererfassung prüfen. Durch das eingesetzte System MIDAS IV ist der Flughafen Friedrichshafen wie auch internationale Verkehrsflughäfen in der Lage, noch präzisere Daten für Piloten und Fluggesellschaften zu liefern.

 Wetterprognosen rund um die Uhr
Gerade bei Starts und Landungen müssen Piloten über die aktuellen Wetterbedingungen, die am Flughafen vorherrschen Bescheid wissen, dazu gehören Sichtverhältnisse, Windrichtung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Niederschlagsmenge. „Durch das neue System können wir jetzt rund um die Uhr exakte Wettermeldungen auch außerhalb unserer Flughafen-Betriebszeiten liefern“, sagt Philipp Kramer, Dienststellenleiter des Tower Friedrichshafen. So könne sich das Wetter am Zielort während des Fluges jederzeit erheblich ändern. „Wenn jetzt zum Beispiel Skishuttle-Flüge aus Moskau in der Nacht in Richtung Friedrichshafen starten, haben die Piloten bereits die aktuellen Wetterdaten aus der unmittelbaren Umgebung von Friedrichshafen und wissen, auf welches Wetter und Sicht sie sich einstellen müssen“, sagt Kramer. Ein Vorteil, der Allen zu Gute komme. Piloten der Allgemeinen Luftfahrt können sich jetzt auch rund um die Uhr über alle wichtigen Wetterdaten vor Ort informieren.

Exakte Messwerte bei jedem Wetter
Darüber hinaus sorgt die neue Technik im Vergleich zum alten System für noch präzisere Messdaten. So unterscheidet ein neuer Sensor, der das gegenwärtige Wetter, Niederschlagsmenge und Sichttrübung misst, zwischen mehr als 80 verschiedenen Niederschlags- und Wetterarten. Aber auch die Bestimmung der Pistensichtweite (Runway Visual Range RVR) – hier wird die beispielsweise bei Nebellagen wichtige Bodensicht entlang der Start- und Landebahn berechnet – ist mit Messwerten zwischen 75 und 2000 Meter noch genauer. Zudem sind die eingesetzten Ultraschallsensoren zur Messung der Windrichtung und Geschwindigkeit ohne mechanische Teile und daher komplett wartungsfrei. Die Wetterwerte werden alle zehn Sekunden gemessen und im Halbstunden-Takt mit weiteren Informationen der Fluglotsen an den Deutschen Wetterdienst weiter gegeben – worauf die Piloten weltweit zugreifen können.

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