AUA Großaktionäre nehmen Lufthansa Angebot an


Die AUA befindet sich im Anflug auf den Lufthansa Konzern – ihre Landung dort ist nicht zuletzt von der Entscheidung der EU-Kommission abhängig – Foto: Austrian Wings

Anlässlich der Mitteilung, dass die Syndikatspartner das Übernahmeangebot der Lufthansa annehmen, halten die Austrian Vorstände Dr. Andreas Bierwirth und Dr. Peter Malanik fest: „Die Bekanntgabe, dass die Syndikatspartner das Übernahmeangebot der Lufthansa annehmen, ist ein wesentlicher Meilenstein im Privatisierungsprozess. Damit sind wir nach der Vertragsunterzeichnung zwischen der ÖIAG und Lufthansa im Dezember 2008 bzw. nach dem Übernahmeangebot, das die Lufthansa Ende Februar 2009 an die Kleinaktionäre der Austrian Airlines AG gerichtet hat, dem Closing wieder einen Schritt näher.“

Der Vorstand der Austrian Airlines hat den Aktionären bereits Mitte März 2009 empfohlen das Übernahmeangebot der Lufthansa anzunehmen, da der gebotene Preis von EUR 4,49 je Aktie deutlich über dem Eigenkapitalwert je Aktie der Austrian Airlines zum 31.12.2008 liegt. Die vom Vorstand der Austrian Airlines angewandten Wertermittlungsverfahren zeigen, dass der Angebotspreis der Deutsche Lufthansa als attraktiv zu qualifizieren ist.

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Mayrhuber: „Bei EU-Auflagen platzt AUA Deal“


Mayrhuber, hier bei der Pressekonferenz mit ex AUA-Boss Alfred Ötsch und ÖIAG Präsident Michaelis, ist ein Freund klarer Worte – Foto: Deutsche Lufthansa

In einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin TREND sagte Wolfgang Mayrhuber, Chef der designierten AUA-Mutter Lufthansa, dass der Deal platzen werde, sollt die EU Auflagen verhängen. Man wolle in die „richtige AUA und nicht in ein AUAlein“ investieren, so Mayrhuber.

Darauf angesprochen, was sich bei einer erfolgreichen Übernahme bei der AUA ändern müsse, damit sie wieder mehr Auftrieb habe, antwortete er, dass die „Kosten-Ertrags-Schere geschlossen“ werden müsse. Er zeigte sich überzeugt, dass der Vorstand (Dr. Andreas Bierwirth und Dr. Andreas Malanik, Anm.) die erforderlichen Kostenreduzierungen und Kapazitätsanpassungen bereits „intensiv vorantreibt“.

Auch der Markt in Osteuropa, einer der Kernmärkte der AUA, werde sich wiederholen, zeigte sich der Lufthansa Boss zuversichtlich.

Sollte das jetzige Vorstandsduo die notwendigen Maßnahmen erfolgreich umsetzen und die AUA wieder auf Kurs führen, sieht Mayrhuber auch keine Notwendigkeit, „Lufthanseaten“ in den künftigen Vorstand zu entsenden. Im Gegenteil, in diesem Fall, wolle er Malanik und Bierwirth eher „belohnen“.

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Lufthansa bietet AUA Kleinaktionären EUR 4,49 pro Aktie

Lufthansa hat das formale Angebot für im Streubesitz befindliche Aktien der Austrian Airlines offiziell vorgelegt. Sie bietet den Kleinaktionären wie bereits angekündigt EUR 4,49,– pro Aktie.

Die Annahmefrist beginnt am 02. März und endet am 11. Mai um 17:30 Uhr.

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EU prüft AUA Verkauf


Die EU-Kommission prüft den Verkauf der AUA – Foto: R. Reiner

Die EU-Kommission hat die Prüfung der geplanten Übernahme der AUA durch die Deutsche Lufthansa eingeleitet. Unter anderem werde geprüft, ob Lufthansa einen „marktüblichen Preis“ für die AUA gezahlt habe, und, ob der Sanierungsplan mit den EU-Regeln übereinstimme.

AUA und ÖIAG werten die Einleitung des Prüfverfahrens als „positives Zeichen“.

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Lufthansa: Landung bei der AUA erfolgreich – Foto: P. Radosta / Austrian Wings

Der Verkauf der heimischen Austrian Airlines an die Deutsche Lufthansa, die in Branchenkreisen seit jeher als Favorit gegolten hat, ist offenbar so gut wie fix. Der Privatisierungsauschuss der ÖIAG mit Siegfried Wolf (Chef von Magna) in der ersten Reihe traf heute diese für die Zukunft der AUA richtungsweisende Entscheidung.

Verhandelt wird nur noch mit der Lufthansa. Die Mitbieter S7 (Russland) und Air France/KLM (Frankreich/Niederlande) sind aus dem Rennen. Als Grundlage dieses Entschlusses gelten zwei von der ÖIAG in Auftrag gegebene Rechtsgutachten zum Verkaufsprozess. Die Experten der Universität Salzburg, Thomas Eilmansberger und der Wirtschaftsuniversität, Christian Nowotny, kommen in ihren Arbeiten zu dem Schluss, dass es rechtlich keine Bedenken gebe, ausschließlich mit der Lufthansa weiterzuverhandeln, da S7 und Air France/KLM bis zum Stichtag am 21. Oktober 2008 kein verbindliches Angebot eingereicht hätten. Im Gegenteil – eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit diesen beiden Bietern, könnte als Ungleichbehandlung der Lufthansa gewertet werden, so die Experten weiter. Somit sei die „Konformität des Prozesses durch Gutachten bestätigt worden“, so die ÖIAG.

Einem Bericht der Tageszeitung „Die Presse“ zufolge, soll die EU der ÖIAG bereits signalisiert haben, den von der Lufthansa geforderten Schuldennachlass in Höhe von EUR 500 Millionen, nicht zu beeinspruchen. Die EU wolle diesen als „einmalige Beihilfe“ werten, die nicht mit den immer wieder erfolgten – und für unzulässig erklärten – Geldspritzen für die angeschlagene Alitalia verglichen werden kann.

Bis zum 03. Dezember sollen die Verträge fertig ausgehandelt werden, an diesem Tag wird das Grüne Licht des Lufthansa Aufsichtsrates für den Deal erwartet, die Zustimmung der ÖIAG soll zwei Tage später, am 05. Dezember 2008, folgen.


Alternativkonzept von Ex-AUA Vorstand

Rund um den Ex AUA Vorstand Josef Burger soll sich indes eine „Gruppe von Wirtschaftstreibenden“ formiert haben, die ein Alternativkonzept zur Sanierung der AUA erstellt hat. In dem Papier, welches der Tageszeitung „Die Presse“ nach eigenen Angaben exklusiv vorliegt, soll von einer „Straffung der Managementstrukturen bis in die dritte Eben“, „Kapazitätsanpassungen“, einer „Flottenharmonisierung“ und einer „Serviceverbesserung“ die Rede sein. Bereits für das Jahr 2009 werden Einsparungspotentiale in Höhe von EUR 86 Millionen gesehen, die bis 2011 auf EUR 155 Millionen steigen sollen. Erst nach erfolgter Restrukturierung sei die Suche nach einem Partner vorgesehen.

In Fachkreisen gilt es allerdings als extrem unwahrscheinlich, dass sich am Verkauf der AUA an die Lufthansa noch irgend etwas ändern könnte. Denn in Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise könne die AUA alleine durch Einsparungen keinesfalls aus den roten Zahlen kommen, so Experten. Lediglich die heimische Politik könnte den Verkauf noch stoppen. Doch auch die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario dürfte bei Null liegen.

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AUA Verkauf: Ötsch will rasche Entscheidung

Der Vorstandsvorsitzende der Austrian Airlines Gruppe, Mag. Alfred Ötsch drängt auf eine rasche Entscheidung im laufenden Verkaufsprozess.

In einem Interview mit dem Radiosender Ö1 betonte Ötsch, dass ein Zuwarten für die angeschlagene Fluglinie „gefährlich“ wäre. Unter Berufung auf das laufende Bieterverfahren wollte er zum Verkauf selbst nichts sagen, betonte jedoch, dass lediglich die Lufthansa als einziger Bieter die Ausschreibungsvorgaben „zur Gänze“ erfülle.

Eine Wiederverstaatlichung der Austrian Airlines hält Ötsch für keine Alternative zur Privatisierung, im Gegenteil, eine solche hätte eine „stark verkleinerte Fluglinie“ zur Folge.

Trotz der anhaltenden heftigen Kritik an seiner Person schloss Ötsch erneut einen Rücktritt aus.

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AUA Privatisierung könnte kippen

Das Nachrichtenmagazin PROFIL berichtet in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe, dass zwei Rechtsgutachten den geplanten Verkauf der AUA zu Fall bringen könnten. Darin werden grobe Verfahrensmängel festgehalten.

Gabriel Lansky, Rechtsanwalt in Wien und Experte für diese Art von Geschäften, kritisiert darin unter anderem, dass die Star Alliance Verträge lediglich der Lufthansa bekannt gewesen seien.

„Dieses wichtige Vertragswerk wurde lt. Sachverhaltsangaben den Bietern nicht oder zumindest nicht mit ausreichender Prüfungszeit zur Verfügung gestellt. Auch aus diesem Grund werden daher die Privatisierungsgrundsätze der Europäischen Kommission verletzt“

Gabriel Lansky

Auch Verfassungsrechtler Heinz Mayer kommt zu einem ähnlichen Schluss.

„Im vorliegenden Fall bedeutet dies, dass ein Verkauf unter solchen Umständen als verbotene Beihilfe qualifiziert und eine Rückabwicklung bzw eine Nachzahlung verfügt wird.“

Verfassungsrechler Heinz Mayer in seinem Gutachten

Bereits im Vorfeld des Privatisierungsprozesses hatte genau die nun von den Gutachtern erhobenen Vorwürfe der CEO von Air France-KLM, Jean-Cyril Spinetta, ebenfalls kritisiert und der ÖIAG öffentlich eine Bevorzugung der Lufthansa vorgeworfen.

Während Grünen Finanzsprecher Werner Kogler umgehend „rasche Konsequenzen“ fordert, weist die ÖIAG die im PROFIL publizierten Vorwürfe „scharf zurück“.

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AUA Verkauf: offenbar doch kein Angebot von S7

Seitens der russischen Fluglinie S7 wurde im AUA-Verkauf offenbar doch kein verbindliches Angebot gelegt. Wie die Anwaltskanzlei Karasek Wietrzyk im Auftrag von S7 verlautbarte, wurden zwischen 21. und 24. Oktober 2008 zwar zwei Briefe an die ÖIAG und die Investmentbank Merill Lynch betreffend des AUA-Verkaufs geschickt.

Diese hätten jedoch lediglich eine Analyse der aktuellen Situation durch S7 enthalten – nicht jedoch ein bindendes Angebot.

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