Spannung vor morgiger AUA Hauptversammlung

Am 14. April 2009 findet im Wiener Austria Center die vorverlegte AUA-Hauptversammlung statt.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre wird mit einer turbulenten Sitzung gerechnet.

Schon im Vorfeld bezeichnete einer der Aktionäre, Rupert-Heinrich Staller, es als „schwachsinnig“ würde man „dem Gesamtvorstand nach diesem Desaster eine uneingeschränkte Entlastung erteilen.“

Die AUA schrieb im vergangenen Jahr EUR 430 Millionen Verlust, die Belegschaft befindet sich gegenwärtig in Kurzarbeit.

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N. Goldschmied

AUA Großaktionäre nehmen Lufthansa Angebot an


Die AUA befindet sich im Anflug auf den Lufthansa Konzern – ihre Landung dort ist nicht zuletzt von der Entscheidung der EU-Kommission abhängig – Foto: Austrian Wings

Anlässlich der Mitteilung, dass die Syndikatspartner das Übernahmeangebot der Lufthansa annehmen, halten die Austrian Vorstände Dr. Andreas Bierwirth und Dr. Peter Malanik fest: „Die Bekanntgabe, dass die Syndikatspartner das Übernahmeangebot der Lufthansa annehmen, ist ein wesentlicher Meilenstein im Privatisierungsprozess. Damit sind wir nach der Vertragsunterzeichnung zwischen der ÖIAG und Lufthansa im Dezember 2008 bzw. nach dem Übernahmeangebot, das die Lufthansa Ende Februar 2009 an die Kleinaktionäre der Austrian Airlines AG gerichtet hat, dem Closing wieder einen Schritt näher.“

Der Vorstand der Austrian Airlines hat den Aktionären bereits Mitte März 2009 empfohlen das Übernahmeangebot der Lufthansa anzunehmen, da der gebotene Preis von EUR 4,49 je Aktie deutlich über dem Eigenkapitalwert je Aktie der Austrian Airlines zum 31.12.2008 liegt. Die vom Vorstand der Austrian Airlines angewandten Wertermittlungsverfahren zeigen, dass der Angebotspreis der Deutsche Lufthansa als attraktiv zu qualifizieren ist.

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Mayrhuber: „Bei EU-Auflagen platzt AUA Deal“


Mayrhuber, hier bei der Pressekonferenz mit ex AUA-Boss Alfred Ötsch und ÖIAG Präsident Michaelis, ist ein Freund klarer Worte – Foto: Deutsche Lufthansa

In einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin TREND sagte Wolfgang Mayrhuber, Chef der designierten AUA-Mutter Lufthansa, dass der Deal platzen werde, sollt die EU Auflagen verhängen. Man wolle in die „richtige AUA und nicht in ein AUAlein“ investieren, so Mayrhuber.

Darauf angesprochen, was sich bei einer erfolgreichen Übernahme bei der AUA ändern müsse, damit sie wieder mehr Auftrieb habe, antwortete er, dass die „Kosten-Ertrags-Schere geschlossen“ werden müsse. Er zeigte sich überzeugt, dass der Vorstand (Dr. Andreas Bierwirth und Dr. Andreas Malanik, Anm.) die erforderlichen Kostenreduzierungen und Kapazitätsanpassungen bereits „intensiv vorantreibt“.

Auch der Markt in Osteuropa, einer der Kernmärkte der AUA, werde sich wiederholen, zeigte sich der Lufthansa Boss zuversichtlich.

Sollte das jetzige Vorstandsduo die notwendigen Maßnahmen erfolgreich umsetzen und die AUA wieder auf Kurs führen, sieht Mayrhuber auch keine Notwendigkeit, „Lufthanseaten“ in den künftigen Vorstand zu entsenden. Im Gegenteil, in diesem Fall, wolle er Malanik und Bierwirth eher „belohnen“.

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S. Schneider

FPÖ: Staatsanwaltschaft soll in Sachen AUA ermitteln

Wie der dritte Nationalratspräsident Dr. Martin Graf in seinem Blog mitteilt, hat die FPÖ eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft eingebracht.

Die FPÖ ist der Ansicht, dass „das AUA Desaster“ durch „massive Managementfehler in allen Bereichen“ verursacht worden sei und fordert deshalb eine Untersuchung der Angelegenheit durch die Staatsanwaltschaft.

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FPÖ
Blog von Martin Graf
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red AW

Lufthansa bietet AUA Kleinaktionären EUR 4,49 pro Aktie

Lufthansa hat das formale Angebot für im Streubesitz befindliche Aktien der Austrian Airlines offiziell vorgelegt. Sie bietet den Kleinaktionären wie bereits angekündigt EUR 4,49,– pro Aktie.

Die Annahmefrist beginnt am 02. März und endet am 11. Mai um 17:30 Uhr.

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red AW

AUA-Zuschuss im Nationalrat beschlossen

Im Nationalrat wurde der AUA-Staatszuschuss in Höhe von EUR 500 Millionen mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP beschlossen. ÖVP Staatssekretär Lopatka teilte in einer APA-Aussendung mit, dass im Parlament „sichtlich Einigkeit“ darüber herrsche, dass „der Erhalt der AUA ein breit unterstütztes Anliegen“ sei.

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red AW

AUA Alleingang würde EUR 240 Millionen pro Jahr kosten

Für den Fall, dass der AUA Verkauf an die Lufthansa doch noch scheitern sollte, wären die Alternativen ein Alleingang der AUA (stand alone), der jedoch zumindest mit einer enormen Redimensionierung verbunden wäre, oder eine Insolvenz.

Wie die ÖIAG in ihrem Bericht für den Rechnungshof Unterausschuss schreibt, beziffere sich die Höhe der erforderlichen finanziellen Hilfe für die Jahre 2009 bis 2011 im Fall eines Alleinganges auf insgesamt EUR 840 Millionen – wesentlich teurer als die „Mitgift“ an die Lufthansa, wie der ORF am Freitag in seinem Onlinedienst berichtete.

Für den Fall einer Insolvenz sieht die ÖIAG außerdem „langjährige unabwägbare Belastungen für den Bundeshaushalt“.

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Lufthansa geht von Gelingen des AUA-Deals aus

Trotz der Kritik der EU-Kommission an den finanziellen Hilfe für die Austrian Airlines, zeigt sich Lufthansa Chef Wolfgang Mayrhuber weiterhin zuversichtlich.

Er gehe „davon aus, dass die Hilfen genehmigt werden“, sagte Mayrhuber am Donnerstag in Berlin auf einer Pressekonferenz.

Mayrhuber sieht auch keine Notwendigkeit, das abgegebene Angebot nachzubessern und bezeichnete die von der AUA eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen als „absolut notwendig“.

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EU prüft AUA Verkauf


Die EU-Kommission prüft den Verkauf der AUA – Foto: R. Reiner

Die EU-Kommission hat die Prüfung der geplanten Übernahme der AUA durch die Deutsche Lufthansa eingeleitet. Unter anderem werde geprüft, ob Lufthansa einen „marktüblichen Preis“ für die AUA gezahlt habe, und, ob der Sanierungsplan mit den EU-Regeln übereinstimme.

AUA und ÖIAG werten die Einleitung des Prüfverfahrens als „positives Zeichen“.

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red AW / S. Schneider

Lufthansa Aufsichtsrat stimmt AUA-Übernahme zu


Lufthansa landet bei der AUA – Foto: P. Radosta / Austrian Wings

Wie erwartet hat der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa seine Zustimmung zum Kauf der 41,6 % der AUA Aktien, die sich im Besitz der ÖIAG befinden, erteilt.

„Die Zustimmung unseres Aufsichtsrats zum Erwerb von Austrian Airlines ist ein wichtiger Schritt, der den Weg frei macht für die Entscheidungen der ÖIAG, der Regierung in Wien und der Europäischen Kommission, die ihrerseits über die Transaktion beraten und entscheiden werden. Unser Angebot ist fair. Es trägt den Interessen aller Beteiligten Rechnung und sieht eine gerechte Verteilung der Lasten und Risiken vor. Die Folgen der Finanzmarktkrise und die Wirkungen auf die Realwirtschaft belasten auch den Luftfahrtsektor erheblich. Strukturelle Veränderungen erhöhen die Chancen für verbesserte Perspektiven in der gemeinsamen Zukunft von Lufthansa und Austrian Airlines.“

Lufthansa Vorstandsvorsitzender Wolfgang Mayrhuber

Als Kaufpreis wurden EUR 366.000 vereinbart, darüber hinaus können durch einen Besserungsschein – abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der AUA – im Nachhinein noch bis zu EUR 162 Millionen nachgezahlt werden.

Für die Kleinaktionäre wird es ein Übernahmeangebot mit EUR 4,44 pro Aktie geben. Total entstehen für die Lufthansa damit weitere Kosten in Höhe von rund EUR 215 Millionen. Insgesamt möchte Lufthansa damit im ersten Schritt 75 % der AUA-Anteile übernehmen. Langfristig strebe man eine Übernahme von „bis zu 100 %“ der österreichischen Gesellschaft an.

Die Zustimmung der ÖIAG – sie gilt als Formsache – wird für den 05. Dezember 2008 erwartet, im Anschluss daran sollen die entsprechenden Verträge unterzeichnet werden.

Besorgt zeigte sich indes der Vorsitzende des AUA Betriebsrates, Alfred Junghans. Er sagte in einer ersten Erklärung, dass er „generell nichts gegen die Lufthansa“ habe, allerdings komme es auf ihr „zukünftiges Verhalten“ an. Für das „Gefährlichste“ halte er, dass man „verspricht, dass alles so bleibt, wie es ist“.

Gleichzeitig räumt er allerdings ein, dass die Lufthansa die AUA „sicher nicht gekauft habe, um sie zu eliminieren“.

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