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Winterchaos: Heathrow-Chef zieht Konsequenzen

London-Heathrow war auf den Winter 2010 nicht vorbereitet - Foto: ZVG

Zehn Zentimeter Neuschnee waren in jüngster Vergangenheit Auslöser für Chaos am Flughafen London-Heathrow. Flughafen-Chef Colin Matthews zieht nun für sich die Konsequenzen.

In den Augen zahlreicher Fluggäste hat Matthews (54) ihr Weihnachtsfest ruiniert - sie mussten auf Grund der zahlreichen Flugausfälle auf den Besuch von Angehörigen über die Feiertage verzichten. Nun verkündete der Chef des Airport-Betreibers BAA, er werde auf seine Jahresprämie für 2010 verzichten. Die kolportierte Summe beträgt £ 500.000 (ca. € 587.800).

"Waren nicht vorbereitet"

Weiters räumt Matthew ein: "Wir dachten, wir wären vorbereitet. Rückblickend wissen wir: wir waren es nicht." Der Flughafen Heathrow hatte zwar eine Summe in Höhe von Matthews Jahresbonus allein für den Winterdienst zusätzlich für das heurige Jahr veranschlagt. Auch wenn diese Maßnahmen augenscheinlich nicht ausreichend waren, möchte der Heathrow-Boss dennoch nicht von strategischen Fehlern sprechen: "Wir hatten keine fehlerhafte Planung. Wir konnten lediglich die Ausmaße des Wintereinbruchs nicht vorhersehen." Experten meinen jedoch, dass gerade unvorhersehbare Witterungsumstände ebenfalls Teil weitsichtiger Planungen hätten sein müssen, und so verspricht Matthew: "Wir werden sicherlich in mehr Schneepflüge und Enteisungsmittel investieren. Die Ausfälle und Betriebsunterbrechungen kosten wesentlich mehr als die Anschaffung zusätzlicher Ausrüstung." Sollte der Winter 2011 ähnliche Auswirkungen zeigen, sei man mit Sicherheit gewappnet, so der Betreiberchef.

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(red / Aig)