Österreich

[U] Flughafen Wien dementiert Berichte über "eingeschlossene" Mitarbeiter im Check In 3 / Skylink

Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2012 / 22:46 Uhr

Angeblich Betroffener widerspricht Flughafen-Dementi: "Es zu leugnen ist eine Frechheit"

Zum Bericht über angebliche Sicherheitsmängel am Flughafen Wien in der gestrigen Ausgabe der "Kronenzeitung" stellt die Flughafen Wien AG in einer Presseaussendung fest, dass die erhobenen Vorwürfe "nachweislich falsch" seien. Dem steht die namentlich gekennzeichnete Aussage eines Austrian Wings Lesers auf unserer Facebookseite gegenüber.

Zu keinem Zeitpunkt seien AUA-Mitarbeiter im Check-in-3 eingeschlossen gewesen. Im Zuge des Stromausfalles am 2. Juli sei von Mitarbeitern der Austrian Airlines über eine Gegensprechanlage ein vom Stromausfall unabhängiger Funktionsdefekt einer Türe gemeldet worden. Dabei handelte es sich laut Flughafen Wien um keine Fluchttüre, sondern um eine normale Betriebstüre mit Drehkreuz. Innerhalb von 3 Minuten und 20 Sekunden sei ein Mitarbeiter der flughafeneigenen Sicherheitszentrale vor Ort gewesen.

Weitere 12 Minuten später seien bereits Techniker des Flughafens vor Ort gewesen, um den Schaden – trotz des Stromausfalls – zu beheben, was in weiteren 20 Minuten auch gelungen sei. Während dieser insgesamt rund 40 Minuten wäre im Not- oder Brandfall das Verlassen des Gebäudes sogar in zwei Richtungen jederzeit möglich gewesen, erklärte der Flughafen. "Die Notfall-Taste bei den Fluchttüren wurde aber nachweislich gar nicht betätigt, da ja auch kein Brand- oder Notfall vorlag. Im Brand- oder Notfall würden die Türen ohnehin automatisch geöffnet werden", so ein Sprecher des Airports.

Laut Flughafen Wien sei auch folgendes beweisbar und dokumentiert: In dem Zeitraum, in dem AUA-Mitarbeiter angeblich in einem Gebäudebereich eingeschlossen waren, hätten zahlreiche Mitarbeiter genau diesen Bereich betreten beziehungsweise verlassen. 77 (!) Öffnungen von Türen in diesem Bereich seien elektronisch aufgezeichnet worden.

Die in der "Kronenzeitung" veröffentlichten Aussagen, die aus AUA-internen Mails stammen seien daher "beweisbar falsch." Es habe zu keinem Zeitpunkt ein Sicherheitsrisiko gegeben, und es seien auch zu keinem Zeitpunkt Mitarbeiter im Gebäude eingeschlossen gewesen. Wiederholte Tests durch Techniker nach den Beschwerden von AUA-Mitarbeitern hätten in jedem einzelnen Fall die volle Funktionsfähigkeit des Fluchttürsystems erwiesen.

Angeblich Betroffener berichtet auf Facebook

Auf der Austrian Wings Facebookseite postete dagegen am 14. Juli um 22:38 Uhr ein User folgenden Text: "Ich finde es unglaublich dass sie das dementieren... ich war selbst dabei, Techniker waren nach 20 Minuten und Sicherheitszentrale gar nicht erreichbar! Mitarbeiter waren um die 30 Minuten eingesperrt. Ist ja kein Problem, wenn das passiert, war halt so... aber es zu leugnen ist ne Frechheit!"

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(red)