Österreich

Salzburger Fluglärmstreit eskaliert

Der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer hat angekündigt, den Anflug auf den Flughafen Salzburg über deutsches Gebiet per Verordnung einzuschränken. Damit wären Instrumentenanflüge von Norden her praktisch unmöglich, der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer spricht gegenüber den "Salzburger Nachrichten" gar von einer "Kriegserklärung" und sieht die Zukunft des Airports bedroht.

Jetzt sollen sich Bundeskanzler Werner Faymann und Verkehrsministerin Doris Bures in die Verhandlungen einbringen, wobei letztere über ihre Sprecherin ausrichten ließ : "Das letzte Wort ist längst noch nicht gesprochen." Und weiter: "Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ergreifen, um Schaden vom Flughafen und von der Tourismusregion Südbayern abzuwenden."

Bundeskanzler Faymann wandte sich in einem Brief an seine deutsche Amtskollegin Angela Merkel und schrieb: "Der Staatsvertrag zwischen Österreich und Deutschland sieht enge Konsultationen vor, um ein partnerschaftliches Vorgehen sicherzustellen."

Im Ernstfall werde man "auch nicht davor zurückschrecken, den Europäischen Gerichtshof einzuschalten", bekräftigte Bures die Entschlossenheit der österreichischen Seite.

(red / Titelbild: Flughafen Salzburg - Foto: Christian Zeilinger)