Österreich

Betriebsversammlung bei Austro Control

Wie Austrian Wings bereits am 22. Jänner 2014 berichtete, findet übermorgen, Donnerstag, 30. Jänner, bei der österreichischen Flugsicherung Austro Control eine Betriebsversammlung statt. Beeinträchtigungen des Flugverkehrs können nicht ausgeschlossen werden, wenngleich die AUA nach eigenen Angaben keine Flugausfälle erwartet, Austrian Wings berichtete.

Die Airline- und Privatisierungs-Lobby bietet in Brüssel ihre geballte politische und finanzielle Macht auf, um Kostensenkungen zum Nachteil der Flugsicherungen durchzusetzen, private Billigstanbieter sollen an  Bord kommen. 1.000 österreichische Arbeitsplätze sind betroffen, heißt  es in einer Aussendung des Austro Control Betriebsrates.

"Weniger qualifizierte Beschäftigte bedeuten weniger Effizienz und Sicherheit, aber kaum kostengünstigere Bedingungen für den  Flugverkehr. Sparwahn auf Kosten der Qualität und der Beschäftigten kommt nicht in Frage", sagt Helmut Harucksteiner, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Flugsicherung in der GPF und  Betriebsratsvorsitzender der Austro Control. Und: "Das Service der Flugsicherung - Sicherheit, Radaranlagen, Fluglotsen, Flugwetter -
ist minimal, beträgt pro Ticket nur wenige Euro."

"Die Sicherheit muss beim Air-Traffic-Management ohne Wenn und  Aber weiterhin an erster Stelle stehen", so Daniel Liebhart, Vorsitzender des Berufsgruppenausschusses Flugsicherung in der Verkehrs- und  Dienstleistungsgewerkschaft vida zu den Plänen der EU-Kommission.  "Deshalb setzen auch die österreichischen Kolleginnen und Kollegen  heute ein Zeichen gegen die dogmatische Liberalisierungspolitik der  EU-Kommission im Bereich staatsnaher Infrastruktur - auch vor der  sicherheitsrelevanten Flugsicherung und ihren Beschäftigten will die  EU-Kommission keinen Halt machen", so der vida-Gewerkschafter und  Betriebsrat. "Egal ob Straße, Luftfahrt oder Bahn, die Arbeitnehmer im  Infrastrukturbereich sitzen alle im gleichen Boot und müssen gegen die neoliberalen Pläne aus Brüssel zusammenhalten - es geht um unsere  Arbeitsplätze", bekräftigt Liebhart.

Die Kommunikationsgewerkschaft GPF und die vida unterstützen am 30. Jänner 2014 den europaweiten Aktionstag der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) gegen die EU-Kommissionspläne  zum Single-European-Sky-Abkommen (SES). Neben Österreich  unterstützen Gewerkschaften aus Belgien, Bulgarien, Tschechien,  Frankreich, Ungarn, Italien, Portugal, Slowakei, Schweden und  Großbritannien den Protest der Fluglotsen.

(red / Austro Control / Gewerkschaft vida via APA-OTS / Titelbild: PA / Austrian Wings Media Crew)