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Luftfrachtbranche setzt auf leichte Container

Luftfracht ist ein Innovationsmotor in Deutschland. Das zeigte am Dienstag auf einer Veranstaltung des Aircargo Club Deutschlands (ACD) in Frankfurt am Main Jettainer, weltweit führender Servicepartner für ausgegliedertes Lademittelmanagement im Luftverkehr. Nach der Einführung von modernen Leichtgewicht-Containern setzt das Raunheimer Unternehmen jetzt auch auf Leichtgewicht-Paletten.

Jettainer steuert die weltgrößte ULD-Flotte mit insgesamt 85.000 Einheiten für 16 Fluggesellschaften und konzentriert sich auf den Einsatz von Leichtgewicht-Lademitteln. „Vor sechs Jahren begann die Neuentwicklung solcher Container-Leichtgewichte. Als nächster großer Schritt wird eine erhebliche Gewichtsreduzierung bei den Paletten erfolgen. Das wird durch den Einsatz neuer Materialen ermöglicht“, sagte Carsten Hernig, Geschäftsführer der Jettainer GmbH.

„Das Beispiel Jettainer unterstreicht, dass die Luftfrachtbranche die Herausforderung des 21. Jahrhunderts begriffen hat: die Zusammenführung von Ökonomie und Ökologie. Mit solchen Innovationen wird es gelingen, trotz steigender Verkehrs- und Warenströme den CO2-Fußabdruck immer weiter zu reduzieren“, zeigte sich ACD-Präsident Winfried Hartmann überzeugt. Es gehe nicht mehr allein um Optimierung von Logistikketten, sondern um Innovationen im Interesse der nachfolgenden Generationen.

Die derzeit genutzten Leichtgewicht-Container sind mit etwa 66 Kilogramm um bis zu 15 Prozent leichter als die Vorgängermodelle. Durch den Einsatz neuer Technologien kann das Gewicht der Flugzeuge gesenkt und damit auch der Kohlendioxidausstoß reduziert werden. Jettainer hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit Partnern nun einen weiteren Schritt in Richtung einer signifikanten Gewichtsreduzierung bei Containern zu gehen.

Für Hartmann sind konkrete Kostenvorteile solcher Innovationen nur eine Seite der Medaille. Der sinkende CO2-Ausstoß aufgrund eines geringeren Kerosinverbrauchs führe auf der anderen Seite zu einem schonenderen Umgang mit der Umwelt. Diese exzellenten Beispiele aus der Praxis zeigen der Verladenden Wirtschaft, welche Vorteile es bringen kann, „auf die versammelte Expertise der Mitglieder des Aircargo Clubs zurückzugreifen“, fügte Hartmann hinzu.

Der Aircargo Club Deutschland (ACD) wurde 1963 als branchenbezogene Interessens- und Diskussionsplattform zur Förderung des Luftfrachtverkehrs gegründet. Die rund 250 Mitglieder sind leitende Unternehmensvertreter der Luftfrachtbranche mit deutschlandweiter oder internationaler Verantwortung. Sie repräsentieren eine Wachstumsbranche, die Menschen, Länder und Industrien verbindet und den freien Welthandel ermöglicht.

Die Jettainer GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Lufthansa Cargo AG. Jettainer betreut derzeit eine Flotte von mehr als 85.000 Lademitteln, sogenannte ULDs, für 16 Fluggesellschaften. Aktuell ist Jettainer weltweit an über 450 Flughäfen tätig. Außerhalb Raunheims betreibt das Unternehmen Büros an den zentralen Hubs der internationalen Fluggesellschaften in Abu Dhabi, Dallas/Fort Worth, Düsseldorf, Philadelphia, Rom, Wien sowie Zürich und verfügt über einen operativen Standort in Mumbai. Ferner gibt es seit 2014 eine eigene Gesellschaft in den USA, Jettainer Americas Inc. mit Sitz in Delaware und Niederlassungen in Dallas, Chicago, Miami, New York und Los Angeles. Jettainer deckt die komplette Wertschöpfungskette des ULD-Managements ab – vom Einkauf über die Steuerung bzw. das Management und die Reparatur bis hin zur Bereitstellung von kundenspezifischen IT-Lösungen und Finanzierungskonzepten. Jettainer komplettiert sein Dienstleistungspaket durch JettLease, ein Leasingprodukt für ULD-Notfälle.

(red / Jettainer / Air Cargo Club Deutschland / Titelbild: Symbolbild Jettainer - Foto: Austrian Wings Media Crew)