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Lufthansa Cargo beteiligt sich am Berliner Start-up cargo.one

Symbolbild Lufthansa Cargo - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Investition in digitale Buchungsplattform: Lufthansa Cargo hat eine Minderheitsbeteiligung am Berliner Unternehmen cargo.one erworben und damit ihr digitales Innovations-Portfolio strategisch erweitert.

Lufthansa Cargo intensiviert ihre Kooperation mit dem Start-up cargo.one und erwarb eine Minderheitsbeteiligung am Berliner Unternehmen. Damit wird Lufthansa Cargo vom Kunden der ersten Stunde zum Minderheitsinvestor, teilte das Unternehmen mit.

Das Berliner Unternehmen cargo.one (www.cargo.one) um die Gründer Moritz Claussen, Oliver T. Neumann und Mike Rötgers wurde 2017 gegründet. Das Start-up hat eine Plattform zur Buchung und Vermarktung von Luftfrachtkapazitäten entwicket. Dabei konzentriert sich cargo.one auf das Angebot sowie die Buchbarkeit von dynamischen Spotraten und ist damit nach Angaben von Lufthansa Cargo die erste Buchungsplattform ihrer Art.

"Cargo.one ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Digitalisierung unserer Branche. Wir freuen uns, als eine der ersten Fluggesellschaften das Potenzial dieser Multi-Airline-Plattform für unsere Kunden erkannt und uns anschlussfähig gemacht zu haben. Wir sind begeistert von der Technologie und dem einfach zu bedienenden Produkt. Die Digitalisierung unserer Industrie treiben wir auch durch die Zusammenarbeit mit Start-ups und finanziellen Investitionen wie in cargo.one voran", so Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo. „Das Gesamterlebnis unserer Kunden wird durch die so entstehende effizientere Luftfrachtbuchung nachhaltig verbessert", so Gerber weiter.

"Die Investition in unsere Technologie ist ein richtungsweisendes Signal an unsere Kunden, dass cargo.one ein starker Partner ist, um die Digitalisierung der Luftfracht gemeinsam anzutreiben. Durch unsere innovative Distributionstechnologie können Luftfrachtkapazitäten weltweit digital zugänglich gemacht werden. Wir wollen so zum global führenden Player wachsen. Mit der Minderheitsbeteiligung der Lufthansa Cargo beweisen wir nun zudem, dass selbst ein Primus der Branche von unserer Technologie überzeugt ist", freut sich Moritz Claussen, Gründer von cargo.one.

Bereits Anfang 2018 gab Lufthansa Cargo eine Investition in das Technologie-Start-up "Fleet Logistics" mit Sitz in Portland, USA bekannt. Fleet Logistics wurde 2014 gegründet und fungiert als Online-Marktplatz, der die Nachfrage der Kunden nach Frachtdienstleistungen mit freien Kapazitäten von Logistikunternehmen deckt.

Zudem kooperiert Lufthansa Cargo seit Februar 2018 als "Anchor Partner" mit dem in Sunnyvale, USA, ansässigen Technologie-Accelerator Plug and Play, dem größten, weltweit tätigen

Technologie-Accelerator, der Kontakt zwischen Technologie-Start-ups und etablierten Unternehmen herstellt. Etablierte Unternehmen arbeiten gemeinsam mit Start-ups innerhalb der Supply-Chain- und Logistikplattform, die sich auf Supply-Chain-Start-ups konzentriert. Mit vereinten Kräften sollen neue digitale Lösungen weiterentwickelt und schnell implementiert werden. Das Programm bietet den Akteuren der Logistikbranche Gelegenheit zur Vernetzung, voneinander zu lernen, Ideen auszutauschen und die Digitalisierung voranzubringen.

"Die enge Zusammenarbeit zwischen Lufthansa Cargo und Technologie-Start-ups wird umfangreiche Luftfracht-Erfahrung mit einem technologiegetriebenen, frischen Blick auf globale Logistikprozesse verbinden", so Boris Hueske, Head of Digital Transformation bei Lufthansa Cargo. "Mit dem Erwerb von Anteilen an cargo.one und Fleet Logistics unterstreicht Lufthansa Cargo ihr strategisches Engagement, die Luftfrachtbranche auf einen höheren digitalen Reifegrad zu heben", so Hueske weiter.

In jüngster Zeit drängte eine große Anzahl von Startups in die Logistikbranche, um die Konnektivität zwischen den verschiedenen Akteuren der globalen Luftfracht-Versorgungsketten zu verbessern. So haben auch traditionelle Logistikunternehmen erkannt, welche Chancen sie durch Investitionen in neue digitale Geschäftsmodelle realisieren können.

(red / LH Cargo)