Österreich

Luftfahrtbranche übt scharfe Kritik an ÖVP-Tourismussprecher

Symbolbild Flugverkehr - Foto: Austrian Wings Media Crew

Luftfahrtobmann Ofner: "Werbeverbot für Flugreisen nicht durchdacht."

„Der Vorschlag eines Werbeverbots für Flugreisen von ÖVP-Tourismussprecher Franz Hörl ist weder sinnvoll noch durchdacht,“ zeigt sich WKÖ-Luftfahrtobmann Günther Ofner verwundert. „Angesichts der hohen Abhängigkeit von ausländischen Gästen sind ohne Luftfahrt weder Konferenz-, Städte-, noch Festspieltourismus in Österreich möglich, wobei im Westen Österreichs, besonders aber in Tirol, auch der Wintertourismus ohne mit Flugzeug anreisenden Touristen wirtschaftlich nicht darstellbar wäre. Die Realisierung einer solchen Diskriminierung wäre ein Tiefschlag für den gesamten Tourismus in Österreich“, so Ofner weiter. Eine Sondersteuer sei längst Realität in Form der Ticketsteuer, die Flugpassagiere bereits seit Jahren massiv belastet.

Auch der Dachverband Luftfahrt kritisiert Hörl für den Vorschlag, Werbung für Flugreisen zu verbieten, massiv.

In einer Aussendung heißt es: "Der Dachverband Luftfahrt ist über den unbedachten Ablenkungsversuch von Herrn Franz Hörl, immerhin Nationalratsabgeordneter und ÖVP-Tourismussprecher, gegenüber der APA ausgesprochen verwundert. Denn seine Aussagen disqualifizieren sich selbst: Gerade der Tiroler Skitourismus, den Herr Hörl ungeschickt gegen alternative Urlaubskonzepte zu verteidigen versucht, hängt ganz wesentlich am Luftverkehr und den Incoming-Charterflügen nach Innsbruck. Und das ist auch gut so, denn die dafür eingesetzten modernen Flugzeuge verbrauchen nur ungefähr 3,5l Kerosin pro 100 km und Passagier. Also deutlich weniger als die meisten Autos, mit denen die Skiurlauber sonst kommen würden." Peter Malanik, Geschäftsführer des Dachverbands Luftfahrt: „Auf vorgebliches „Bashing“ mit ebensolchem gegenüber anderen zu reagieren zeugt nur von Hilflosigkeit“.

(red / WKÖ / DV Luftfahrt)