Bei keinem anderen Flugzeugunglück kamen mehr Deutsche ums Leben als beim Absturz einer Charter-Boeing 757 der Birgenair vor der Küste der Dominikanischen Republik in der Nacht vom 6. auf den 7. Februar 1996. Das Unglück jährt sich auf den Tag genau heute zum 30. Mal. Bereits vor 10 Jahren veröffentlichte der angesehene österreichische Luftfahrtjournalist und 25-fache Buchautor Patrick Huber auf Austrian Wings eine umfassende Reportage zu diesem Unfall. Im November 2025 veröffentlichte er mit Unterstützung der Trauma-Therapeutin Sybille Jatzko sein Buch "Der Absturz von Birgenair Flug 301 - Urlaubsreise in den Tod", das auch über österreichische Buchhandlungen erhältlich ist. Eine Rezension finden Sie hier.
Die Ursachen dieser Luftfahrtkatastrophe waren vielschichtig. Es begann bei der grundsätzlich fragwürdigen Sicherheitskultur der dubiosen Chartergesellschaft Birgenair, setzte sich mit Schlampereien des Bodenpersonals fort und gipfelte schließlich in einem katastrophalen Versagen der Cockpit-Besatzung, was am Ende den absolut vermeidbaren Tod von 189 Menschen zur Folge hatte. Mehr als 160 der Toten waren Deutsche, der größte Teil der Leichen wurde nie geborgen und ruht bis heute im Meer vor Puerto Plata.
Das Therapeutenehepaar Hartmut und Sybille Jatzko betreute die Hinterbliebenen. Das Ehepaar hatte sich durch seinen selbstlosen Einsatz gegen alle Widerstände der Politik nach der Flugtagkatastrophe von Ramstein einen Namen als Helfer für Betroffene derartiger Unglücke gemacht.
Lese- und Hörtipps anlässlich des 30. Jahrestages des Birgenair-Absturzes:
Interview mit Trauma-Therapeutin Sybille Jatzko auf RBB24
(red GB, HT, CvD)