International

Lufthansa Piloten streiken am Montag und Dienstag

Symbolbild - Foto: www.der-rasende-reporter.info

Streikaufruf der Vereinigung Cockpit für Cockpitpersonal bei Lufthansa, Lufthansa Cargo, CityLine und Eurowings.

Die Pilotinnen und Piloten der deutschen Lufthansa-Gruppe werden zu umfassenden Arbeitskampfmaßnahmen aufgerufen. Zum Streik aufgerufen sind die Mitglieder der Vereinigung Cockpit (VC) bei der Deutschen Lufthansa AG, der Lufthansa Cargo AG, der Lufthansa CityLine GmbH sowie der Eurowings GmbH.

Deutsche Lufthansa AG, Lufthansa Cargo AG und Lufthansa CityLine GmbH
Der Streik beginnt am 13. April 2026 um 00:01 Uhr Ortszeit und endet am 14. April 2026 um 23:59 Uhr Ortszeit.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation im Nahen Osten sind Flüge der Deutschen Lufthansa AG und der Lufthansa CityLine aus Deutschland zu folgenden Destinationen vom Streik ausgenommen: Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate.

Eurowings GmbH
Bestreikt werden alle Flüge, die am 13. April 2026 zwischen 00:01 Uhr und 23:59 Uhr von deutschen Flughäfen starten.

Hintergrund
„Die Vereinigung Cockpit sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung zeigt“, sagt VC-Präsident Andreas Pinheiro. „Trotz eines bewussten Verzichts auf Streikmaßnahmen über die Osterfeiertage blieben ernstzunehmende Angebote aus. In dieser Zeit gab es weder eine Reaktion noch erkennbare Gesprächsbereitschaft seitens der Arbeitgeber.“

Stand aktuell: Es liegt weder bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa CityLine ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag. Bei Eurowings ist das vorgelegte Angebot zur betrieblichen Altersversorgung zudem inakzeptabel und bewegt sich auf einem derart niedrigen Niveau, dass es diesen Namen kaum verdient.

Dennoch sei die Vereinigung Cockpit weiterhin gesprächsbereit. „Die Arbeitgeberseite hat jederzeit die Möglichkeit, den Streik abzuwenden, indem sie verhandlungsfähige Angebote vorlegt“, betont Pinheiro.

„Ein Streik ist immer das letzte Mittel, um Bewegung in gescheiterte Verhandlungen zu bringen. Wir hätten sehr gerne darauf verzichtet – insbesondere vor dem Hintergrund der Belastungen für unsere Passagiere sowie für die Kolleginnen und Kollegen am Boden. Die Verantwortung hierfür liegt jedoch bei der Arbeitgeberseite“, so Andreas Pinheiro abschließend.

(red TT / VC)