Rund 750 Aussteller aus 16 Nationen präsentierten Fahrzeuge und Technik auf der Oldtimermesse in Tulln. Unter den Ausstellern war auch die Bundesfachschule für Flugtechnik, die auf dem Fliegerhorst Langenlebarn (wurde 1967 nach Österreichs erfolgreichstem k.u.k. Jagdflieger Godwin Brumwoski benannt).
Diese Bildungseinrichtung, die eng mit dem Österreichischen Bundesheer und der Austrian Airlines kooperiert, ist einzigartig in Österreich und neben der HTL Eisenstadt DIE Kaderschmiede für Luftfahrzeugtechniker. Die Absolventen der BFS für Flugtechnik in Langenlebarn sind europaweit gefragte Spezialisten auf ihrem Gebiet. Etliche von ihnen arbeiten bei großen Fluglinien, dem Bundesheer oder der Flugpolizei in der Wartung.
Trotz des Wochenendes war Direktorin Roswitha Bürgmayr mit etlichen Schülern und Lehrern zur Oldtimermesse nach Tulln gekommen, auch pensioniertes Lehrpersonal engagierte sich auf dem Infostand. Das Team der BFS für Flugtechnik hatte dabei einiges zu bieten - neben der Zelle eines EC 120, in dem interessierte Besucher Platz nehmen und die Steuerung ausprobieren konnten, präsentierten die Schüler und Schülerinnen (auf den Mädchenanteil von 10 Prozent ist Direktorin Bürgmayr stolz) Werkstücke und zeigten vor Ort ihr technisches Können.





Höhepunkt war jedoch zweifellos der 9-Zylinder-Sternmotor Alvis Leonides, der von den Schülern unter fachkundiger Aufsicht von Lehrer Werner Gruber zweimal pro Tag gestartet wurde. Dieser britische Motor diente als Antrieb in zahlreichen Flächenflugzeugen und auch in einigen Hubschraubertypen wie dem Bristol Sycamore. Vor mittlerweile 12 Jahren hatte die BFS für Flugtechnik in Langenlebarn von den Flying Bulls einen solchen Helikopter als Anschauungsobjekt für den Unterricht erhalten - samt Sternmotor. Auch zu den Flying Bulls unterhält die Schule ausgezeichnete Kontakte.





Doch nicht nur die aviatischen Exponate (neben dem Stand der BFS für Flugtechnik waren noch einige weitere luftfahrtbezogene Ausstellungsstücke zu bestaunen, darunter alte Pan Am Werbeschilder), sondern vor allem Autos und Motorräder waren die Stars auf der Oldtimermesse in Tulln.



Zu sehen waren beispielsweise auffällig viele VW Käfer mit regulärer Straßenzulassung. der VW Käfer wurde von Ferdinand Porsche entwickelt, einem in Reichenberg geborenen Altösterreicher sudetendeutscher Provenienz. Ferdinand Porsche entwickelte schon in jungen Jahren unter anderem ein Elektroauto und konstruierte auch Flugmotoren - unter anderem auf dem Areal der Militäraeronautischen Anstalt Fischamend. Doch das ist eine andere Geschichte.
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