Der tödliche Flugunfall ereignete sich etwa gegen 9:15 Uhr. In unmittelbarer Nähe des Flugplatzes Krems Gneixendorf, Heimat zahlreicher Vereine und Unternehmen sowie des ÖAMTC-Notazrthubschraubers Christophorus 2, kollidierten zwei Flugzeuge in der Luft.
Rund einen Kilometer vom Flugplatz entfernt stießen zwei einmotorige Maschinen zusammen. Bei einem der Flugzeuge soll es sich um ein Ultraleicht-Flugzeug des Typs VL3 Evolution handeln. Das zweite beteiligte Luftfahrzeug soll ebenfalls ein UL sein.
Eines der UL fungierte als Schleppflugzeug, hatte gerade ein Segelflugzeug nach oben geschleppt und ausgeklinkt. Danach flog der Pilot eine steile Sinkflugkurve, um möglichst rasch zum Flugplatz zurückzukehren. Dabei kollidierte die Schleppmaschine mit der zweiten Maschine, die gerade erst gestartet war.
Beide Flugzeuge stürzten in unbewohntes Gebiet und gerieten beim Aufprall in Brand. Die beiden Piloten, Sebastian E. (36) – und Dr. med. Rupert S. (70) – hatten keine Chance, sie starben trotz des sofortigen Großeinsatzes von Feuerwehr (10 Wehren standen im Einsatz), Rettugnsdienst und Polizei in den Wracks.
Die Feuerwehr musste die brennenden Flugzeuge aus sicherer Entfernung löschen, denn Ultraleichtflugzeuge sind mit durch Pyrotechnik betriebene Rettungssysteme ausgestattet. Deshalb wurde die Unglücksstelle auch großräumig abgesperrt und der Entminungsdienst angefordert.
Obwohl die Unfallursache behördlich noch nicht verlautbart wurde (die österreichische Stelle für Flugunfalluntersuchungen ist „berüchtigt“ dafür, mitunter 10 bis 15 Jahre für einen Unfallbericht zu benötigen), gilt es aufgrund des Unfallhergangs als sicher, dass menschliches Versagen zu dem Unglück geführt haben dürfte.
Beide Flugzeuge waren im nicht kontrollierten Luftraum nach Sichtflugregeln (VFR) unterwegs. Dabei sind die Piloten selbst dafür verantwortlich, andere Luftfahrzeuge rechtzeitig zu erkennen und ihnen gegebenenfalls auszuweichen.
Text: Patrick Huber