Austrian Wings Herbsttipps für Luftfahrtfreunde


Was tun, wenn das Wetter zu schlecht, oder man selbst einfach zu bequem ist, um zum Flughafen zu fahren? Der Besuch von Museen und Ausstellungen ist eine lohnenswerte Alternative

Gerade die Herbst- und Winterzeit ist für Luftfahrtenthusiasten eine Zeit der Entbehrung. Oft lohnt es sich für Fotografen gar nicht erst, zum Flughafen zu fotografieren, weil es nass und nebelig oder schlichtweg zu kalt ist. In so einem Fall bietet sich ein Museumsbesuch an.

Nun ist Österreich im internationalen Vergleich zwar nicht gerade mit Luftfahrtmuseen gesegnet, doch es gibt kleine aber feine Geheimtips und darüber hinaus immer wieder diverse Luftfahrtausstellungen.

Im Raum Wien können wir daher folgende Ausstellungen und Museen empfehlen:

  • Wiener Rathaus – Ausstellung „100 Jahre Motorflug in Wien“ – diese Ausstellung beschränkt sich leider auf nur einen Raum, verdient jedoch das Prädikat „Klein aber fein“ und ist noch bis 26. Februar 2010 bei freiem Eintritt geöffnet
  • Technisches Museum Wien – in der Abteilung „Luftfahrt“ finden sich unter anderem ein Doppeldecker aus der Zeit des Ersten Weltkrieges sowie der erste ÖAMTC Notarzthubschrauber, Christophorus 1.
  • Heeresgeschichtliches Museum Wien – ein „Brandenburg“ Doppeldecker aus dem Ersten Weltkrieg, ein Fieseler Storch aus dem Zweiten Weltkrieg sowie einzelne Flugzeugteile bietet das MHW seinen luftfahrtinteressierten Besuchern. Wie der Name schon sagt, findet man hier allerdings ausschließlich Exponate mit Bezug zum Militärischen.
  • Schwechat – das Austrian Aviation Museum wird von einer Gruppe Enthusiasten betrieben und hat keine festen Öffnungszeiten, weshalb es sich empfiehlt, vor einem Besuch Kontakt aufzunehmen.
  • Wiener Neustadt – das Flugmuseum Aviaticum am historischen Flugplatz Wiener Neustadt Ost (LOAN) lockt mit zahlreichen Schätzen und verfügt sogar über einige flugfähige Exponate. Höhepunkt der Ausstellung ist eine weitgehend originalgetreu restaurierte Me 109.
  • Graz – das „Österreichische Luftfahrtmuseum Graz“ hat leider über den Winter geschlossen, ist jedoch auf jeden Fall einen Besuch wert.
  • Ebenfalls über den Winter geschlossen, hat die absolut sehenswerte „Sammlung Luftstreitkräfte“ am Fliegerhorst Zeltweg, wo die Geschichte der österreichischen Luftwaffe der Zweiten Republik eindrucksvoll dargestellt wird.
  • Salzburg – der „Hangar 7“ der Flying Bulls ist längst kein Geheimtip mehr; bei freiem Eintritt können Besucher flugfähige Exponate, die aussehen, als kämen sie gerade aus der Fabrik, bewundern – von der Boeing Stearman, über die B 25 Mitchell bis hin zum Alpha Jet.


Der berühmte „Ostarrichi Drake“ – einst Star auf internationalen Airshows – befindet sich in der „Sammlung Luftstreitkräfte“ am Fliegerhorst Zeltweg, Steiermark

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Links:

Luftfahrtmuseum Aviaticum
Austrian Aviation Museum
Technisches Museum Wien
Heeresgeschichtliches Museum Wien
Luftfahrtmuseum Graz
Hangar 7 (Flying Bulls, Salzburg)
Sammlung Luftstreitkräfte (Fliegerhorst Zeltweg, Steiermark)

red AW / PR

Ausstellung „schwerer als Luft. 100 Jahre Motorflug in Wien“

Vom 18. September 2009–26. Februar 2010
Mo–Do 9.00–18.30 Uhr, Fr 9.00–16.30 Uhr

Wienbibliothek im Rathaus
Eingang Felderstraße (ab 18.00 Uhr, Eingang Lichtenfelsgasse)
Stiege 6 (Lift), 1. Stock, Ausstellungskabinett
Freier Eintritt!

Im Oktober 1909 kam der Franzose Louis Blériot, der im Juli desselben Jahres als Erster den Ärmelkanal überflogen hatte, auf seiner Tournee durch Europa auch nach Wien. Am 23. Oktober führte er auf der Simmeringer Haide seine Flugkünste vor. Rund 300.000 Menschen pilgerten an die Peripherie und feierten das Aufsehen erregende Spektakel. Zweimal hob Blériot ab und führte Aufstieg und Landung, aber auch kleine Flugkunststücke wie Schlingen und Achter vor.

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Fotoreportage „100 Jahre LOXN“

Nur eine Woche nachdem in Fischamend das Jubiläum „100 Jahre Luftfahrt“ gefeiert wurde, gab es in Wiener Neustadt ein ähnliches Ereignis zu zelebrieren. Am 11. Juni 1909 hatte der Wiener Neustädter Stadtrat beschlossen, „zum Zwecke der Förderung des mechanischen Flugwesens“ eine „Aeroplan Halle“ zu erwerben und die angrenzenden Grundstücke für Flugversuche zu nutzen. Einhundert Jahre später, am 12. und 13. Juni 2009 wurde deshalb „100 Jahre Luftfahrt in Wiener Neustadt“ auf dem historischen Areal (heute: „Flugplatz West“ / LOXN) gebührend gefeiert.


Die legendäre Junkers Ju 52 und zahlreiche andere historische Motor- und Segelflugzeuge verliehen dem Fest „100 Jahre LOXN“ einen würdigen Charakter (für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild)

Der Flugplatz
Wiener Neustadt war neben Fischamend und Aspern eine der bedeutendsten Stätten der österreichischen Luftfahrt, und entsprechend zelebrierte man am heutigen Flugfeld West mit der Kennung LOXN das 100jährige Jubiläum des Flugbetriebes, der noch in der k.u.k Zeit unter Kaiser Franz Josef begonnen hatte.

Heute wird der Platz unter der Woche primär militärisch für das Fallschirmsprungtraining genutzt (die Kaserne des Jagdkommandos ist angeschlossen), parallel dazu sind jedoch zahlreiche zivile Motor-, Segelflug- und Fallschirmsportvereine in LOXN angesiedelt. Der Platz verfügt über mehrere Graspisten von bis zu 1.500 Meter Länge, und die wurden am 12. und 13. Juni 2009 auch ausgiebig genutzt.

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12. und 13. Juni: „100 Jahre LOXN“

Nach Fischamend feiert dieses Wochenende eine andere bedeutende Stätte der österreichischen Luftfahrt ihr 100jähriges Jubiläum – Wiener Neustadt.

Am 12. und 13. Juni 2009 gibt es am Flugplatz Wiener Neustadt West (LOXN) deshalb ein ansprechendes Programm: Rundflüge, Flugschau, Blaskapelle, Oldtimerschau. Der Höhepunkt ist der Besuch der Tante Ju der Deutschen Lufthansa Berlin Stiftung.

Unsere ausführliche Fotoreportage über die Veranstaltung „100 Jahre LOXN“ ist ab sofort online

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Links:

Programm „100 Jahre LOXN“

red AW