Österreich

Abwärtstrend in Klagenfurt hält an

Erwartungsgemäß gab es für den Kärntner Airport kein erfreuliches Ergebnis für das Jahr 2012.

Durch die Ausdünnung des Streckennetzes - Rückzug von Air Berlin, Air Dolomiti und der AUA, die sich nur mehr auf ihren Hub Wien konzentriert - konnte mit insgesamt 279.045 Passagieren im
vorigen Jahr (- 25,7 Prozent) gerade mal das Niveau von 2002 erreicht werden.

Damals wurden rund 260.000 Passagiere gezählt. Dadurch reduzierten sich auch die Flugbewegungen von 6.451 im Jahre 2011 auf 4.576 im Jahre 2012 (- 29,1 Prozent) Somit kann es zukünftig nur mehr bergauf gehen.

Wirtschaftlich gesehen geht es dem südlichsten Bundesland Österreichs nicht gerade blendend.

Es gibt zwar ein paar Vorzeigebetriebe, die aber für einen einigermaßen gut ausgelasteten Linienflugverkehr in Kärnten zu wenig
Potential aufweisen.

Diesen Negativtrend konnte auch ein Plus von rund 51 Prozent im Charterverkehr, ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau,
auch nicht mehr wettmachen. Sicher, der kleinste Regionalflughafen Österreichs ist von der Situation im scharfen Wettbewerb
unter den Netzwerk- und Billigairlines stark betroffen. Der Trend geht aus derzeitiger Sicht wieder zurück zu den großen Hubs.

Regionalflughäfen müssen sich daher unter neuen Bedingungen dem Wettbewerb stellen und daher auch neue Konzepte erarbeiten
um nicht gänzlich Kapazitäten zu verlieren und in weiterer Folge sogar in Frage gestellt zu werden.

Mit 01. Jänner 2013 übernahm Mag. Max Schintlmeister die Geschäftsführung am Kärnten Airport. Der bisherige GF und CEO Johannes Gatterer, hat sich nicht mehr um eine Verlängerung seines Vertrages beworben. Schintlmeister ist gebürtiger Salzburger und bis dato als "Entwickler" für mobile Terminals im Verkehrswesen mit Hauptsitz in Barcelona, tätig gewesen. So hat er vor rund zwei Jahren auch in Villach, der zweitgrößten Stadt Kärntens, das VAT (Villach Air Terminal) gegründet, eine Plattform für mobile Buchungen samt Transfer zu den umliegenden Flughäfen, wie Klagenfurt, Graz, Ljubljana, Triest und Treviso.

Seine Ziele für den Kärnten Airport will er gemäß der "Kleinen Zeitung Kärnten" erst nach einer gewissen Einarbeitungszeit, in einer
gesonderten Pressekonferenz der Öffentlichkeit darlegen. Aber soviel sei verraten, eine neue Destination in Deutschland steht ganz
oben auf seiner Agenda.

Text & Foto: Franz Zussner