Österreich

Zu wenig Geld für AUA-Kleinanleger?

Die AUA-Konzernmutter Lufthansa soll die Kleinaktionäre der AUA beim Kauf der österreichischen Fluglinie vor drei Jahren mit einem zu geringen Betrag abgefertigt haben. Das berichtet das "Wirtschaftsblatt" unter Berufung auf ein ihm vorliegendes Gutachten.

Lufthansa hatte die Kleinanleger mit 0,50 Euro pro Aktie abgefertigt. Laut Gutachten hätte der Betrag aber bei 0,64 bis 1,21 Euro pro Aktie liegen müssen.

Die Vertreter der betroffenen Kleinanleger fordern jetzt von der Lufthansa, die Differenz nachzuzahlen.

"Es muss auf jeden Fall eine Nachzahlung geben", erklärte Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger gegenüber dem "Wirtschaftsblatt."

Der streitbare Investor Rupert Heinrich Staller erklärte am Freitagnachmittag, das Ergebnis dieses Gutachtens sei eine "enorme Watsch'n" für die Lufthansa. Diese habe "im Verband mit der ÖIAG und der AUA, Brüssel, den Staat und die Minderheitsaktionäre übers Ohr gehauen".

Lufthansa gab unter Hinweis auf das "laufende Verfahren" zu der Causa bisher keinen Kommentar ab.

(red / Foto: Chris Jilli)