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Berliner Flughäfen setzen Task Force ein

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hat nach der gestern bekannt gewordenen Anmeldung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens für die Imtech Deutschland GmbH & Co. KG heute Morgen eine Taskforce eingesetzt, die sämtliche wirtschaftliche, technische, rechtliche und bauablauftechnische Implikationen des Insolvenzverfahrens bewerten wird, teilten die Berliner Flughäfen heute in einer Aussendung mit. Wie berichtet, droht durch die Pleite womöglich eine weitere Verzögerung beim Eröffnungstermin des Flughafens BER.

Mühlenfeld sagte: „Imtech ist eine der wichtigen Baufirmen für die BER-Baustelle. Die Taskforce ist mit unseren Baufachleuten, Juristen und Vertragsspezialisten besetzt. Sie wird nun mit Hochdruck einen Plan erarbeiten, wie unser Unternehmen mit der Imtech-Insolvenz umgehen wird. Klar ist aus unserer Sicht, dass die Insolvenz Auswirkungen auf unsere Meilenstein-Planung hat, nach der der Abschluss der baulichen Arbeiten im März 2016 vorgesehen ist. So sind Teile der Imtech-Belegschaft bereits heute nicht auf der BER-Baustelle erschienen. Ob und in wie weit auch Auswirkungen auf das Eröffnungsterminband in der zweiten Jahreshälfte 2017 gegeben sind, muss die Taskforce nun bewerten. Unsere Gesellschafter kennen den aktuellen Stand und werden von uns auch weiter auf dem Laufenden gehalten.“

Hintergrund: Die niederländische Royal Imtech NV informierte gestern darüber, dass für ihre Deutschland-Tochter ein Antrag auf ein vorläufiges Insolvenzverfahren gestellt wurde. Die Imtech Deutschland GmbH & Co. KG ist am BER Auftragnehmer für Elektroarbeiten (Schwach- und Mittelstrom) sowie im Rahmen der ARGE IMCA für Heizung, Sanitär und Lüftung, betonten die Berliner Flughäfen.

(red / Berliner Flughäfen / Titelbild: Der BER aus der Luft, Symbolbild - Foto: Berliner Flughäfen)