Österreich

FPÖ-Mann will AUA klagen

Symbolbild AUA - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Gegen die Maskenpflicht soll FPÖ-Politiker Peter Wurm auf einem AUA-Flug verstoßen haben - weshalb ihn nach der Landung in Wien die Polizei erwartete. Der Politiker selbst bestreitet das und kündigt nun via APA-OTS-Aussendung an, die AUA wegen des Vorfalls klagen zu wollen.

„Aufgrund meines Erlebnisses an Bord der Austrian Airlines und der öffentlichen Reaktion der Fluglinie habe ich mich dazu entschlossen, Klage gemäß § 1330 ABGB auf Unterlassung und öffentlichen Wiederruf gegen die Pressesprecherin der AUA wegen der von ihr geäußerten unwahren Behauptungen über meine Person einzubringen“, so heute FPÖ-Nationalratsabgeordneter Peter Wurm. Der Klagsweg sei zwar bedauerlich, aber unumgänglich und stellvertretend für all jene Menschen, die sich bereits in einer ähnlichen Situation befunden haben, schreibt der Politiker in einer OTS-Aussendung.

„Die Vorwürfe, welche die AUA-Pressesprecherin mir gegenüber in der medialen Öffentlichkeit erhoben hat, kann die FPÖ so nicht im Raum stehen lassen. Sie sind ehrenrührig und kreditschädigend. Ich schlage daher in diesem Fall den Rechtsweg ein. Eine andere Möglichkeit, mich in diesem Fall zur Wehr zu setzen, sehe ich leider nicht“, sagte Wurm.

Eine Flugbegleiterin hatte am Dienstag bei der Landung eines Flugs von Innsbruck nach Wien-Schwechat die Polizei alarmiert, nachdem sie Wurm wiederholt zurechtgewiesen hatte, weil dieser - so die rein persönliche Darstellung des Politikers - "zum Trinken aus einer Wasserflasche kurzfristig die Gesichtsmaske abgenommen" hatte. Nachdem Wurm das, aus seiner Sicht wörtlich "schockierende und beängstigende Erlebnis öffentlich gemacht hatte", äußerte die Sprecherin der Austrian Airlines "anstelle der erwarteten Entschuldigung gegenüber Medien weitere Vorwürfe gegen den freiheitlichen Abgeordneten", beklagt sich Wurm in seiner Aussendung.

Seine Partei, die FPÖ tritt seit geraumer Zeit immer wieder als "Verharmloser" der Corona-Problematik auf und kritisiert die vom Gros der Wissenschaftler als zur Eindämmung der Pandemie notwendig erachteten Maßnahmen (zB strikte Maskenpflicht und Registrierpflicht bei Wirten, etc ...) der österreichischen Bundesregierung scharf. Etliche Mitglieder dieser Partei waren schon in der Vergangenheit durch die Verweigerung der Maske aufgefallen.

(red CvD / FPÖ via APA-OTS)