Kurz nach 21 Uhr - also bei Dunkelheit und damit für Planespotter zu einer unmöglichen Uhrzeit - landete am 6. März 2026 ein Airbus A340-300 der deutschen Fluggesellschaft USC aus Abu Dhabi kommend auf dem Flughafen Wien (Flugnummer XG 9712) und rollte anschließend zu einer Parkposition auf dem Bravo-Block. Der ursprünglich für den 7. März 2026 geplante Abflug wurde mehrfach verschoben und schließlich komplett gestrichen. Im Laufe des späten Vormittags des 8. März 2026 stand dann fest, dass der Vierstrahler mit der Kennung D-AUSC am Nachmittag abfliegen sollte. Tatsächlich startete das Flugzeug um 15:47 Uhr auf der Piste 16 und flog unter der Überstellungsflugnummer USY99P weiter nach Manchester. Von dort ging es als XG 271 dann weiter ins südafrikanische Johannesburg.




Als die Maschine am Sonntagnachmittag tatsächlich abhob, war die Freude bei den Planespottern groß - so ein A340 ist mittlerweile eine Seltenheit. Das war nicht immer so. Bis 2007 gehörten diese Flugzeuge nämlich auch zur Flotte der Austrian Airlines, wie ich unter anderem in meinem Buch "Der Flughafen Wien in Bildern von 2005 bis 2006" beleuchte. Dass die AUA ihre A340 und A330 schließlich verkaufte und die Langstrecken mit den aus Lauda Air Beständen stammenden Boeing 767-300ER und Boeing 777-200ER bediente, war primär auf die katastrophalen "Sale and Lease Back"-Verträge zurückzuführen, die Niki Lauda angesichts seiner kurz vor der Insolvenz stehenden Lauda Air noch abgeschlossen hatte. Die AUA hatte daran schwer zu tragen. Details dazu unter anderem im Kapitel "Die Geschichte der Lauda Air" in meinem Buch "Lauda Air NG 004: Der letzte Flug der ,Mozart' - Österreichs größte Luftfahrtkatastrophe".



Über die D-AUSC
Dieses Flugzeug, ein Airbus A340-313, rollte im Jahr 2005 vom Band und wurde im Frühjahr 2005 an die südafrikanische South African Airways ausgeliefert. Dort flog sie - inklusive eines kurzen Gastspiels bei der indischen Jet Airways - bis zum Jahr 2020 und wurde dann zwei Jahre lang eingemottet. Im Jahr 2023 übernahm die deutsche USC das Flugzeug und setzt es seither im Auftrag verschiedener Kunden ein. Der A340 ist mit 215 Sitzplätzen in der Economy und 38 in der Business Class ausgestattet.
Über USC
USC ist die Abkürzung für Universal Sky Carrier. Das deutsche Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main wurde im Jahr 2020 ursprünglich als Frachtfluggesellschaft gegründet und beschaffte ab 2023 zwei Airbus A340 - einen A340-300 und einen größeren A340-600. Beide Maschinen werden derzeit im Wetlease für andere Fluggesellschaften sowie im Charterverkehr eingesetzt.
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Text & Fotos: Patrick Huber