Österreich

Zwei Specials am Flughafen Wien

Die ebenso seltene wie farbenfrohe MD-83 der Danish Air Transport auf dem Flughafen Wien - Fotos: Austrian Wings Media Crew

Zwei nicht alltägliche Besucher landeten gestern am Flughafen Wien.

Wenig Betrieb herrscht derzeit wegen der Corona-Pandemie am Flughafen Wien. Dafür bekamen Spotter gestern gleich zwei Specials vor die Linse. Zunächst landete die MD-83, OY-RUE, aus Billund kommend in Schwechat. Die Maschine gehört der Danish Air Transport, einem der letzten MD-80-Betreiber in Europa. Zur Flotte der Airline gehören eine MD-82 und eine MD-83. Die "Uniform Echo" hat bereits mehr als 30 Jahre Dienstzeit auf dem Buckel. Der elegante Zweistrahler wurde im November 1990 an Airtours International ausgeliefert und flog anschließend für Sunways, AOM French Airlines und Spanair ehe sie 2010 von Danish Air Transport übernommen wurde.

Abschiebeflug
Am Abend landete dann eine klassische Boeing 767-300ER (ohne Winglets) auf der Piste 34. Es handelte sich dabei um die CS-TKS der EuroAtlanic Airways aus Portugal. Der 20 Jahre alte Jet flog ursprünglich für Kenya Airways, ehe er von der portugiesischen Chartergesellschaft übernommen wurde. Der Flug brachte im Rahmen eines Abschiebefluges großteils schwerkriminelle Afghanen (verurteilt unter anderem wegen "gefährlicher Drohung" oder "sexueller Nötigung") zurück in ihre Heimat Afghanistan.

Die 767 der EuroAtlantic bei der Landung - "klassische" 767 ohne Winglets sind selten ebenfalls selten geworden in Europa

Am Vormittag hatten Demonstranten versucht, die Abschiebung dieser Kriminellen zu verhindern und dabei für einen Polizeigroßeinsatz gesorgt, bei dem auch ein Beamter verletzt wurde - wir berichteten. 76 Chaos-Verursacher waren dabei von der Exekutive festgenommen worden. Ein nicht unerheblicher Teil der Teilnehmer der unangemeldeten Demonstration sprach mit deutschem Akzent, was in Exekutivkreisen und bei Zeugen des Großeinsatzes die Vermutung aufkommen ließ, dass es sich dabei zumindest teilweise um extra aus Deutschland angereiste Demo-Touristen gehandelt haben könnte.

(red)