Österreich

Ryanair droht mit Abzug aus Linz

Symbolbild Ryanair - Foto: www.der-rasende-reporter.info

Wieder einmal polterte Ryanair-Boss Michael O'Leary auf einer Pressekonferenz gegen die aus seiner Sicht sinngemäß "unfähige" österreichische Bundesregierung und drohte wegen der Luftverkehrssteuer mit einem Abzug aus Linz.

Für markige Sprüche und das "Herumpoltern" ist O'Leary hinlänglich bekannt. Das dürfte mit ein Grund sein, warum in Journalistenkreisen das Interesse an Ryanair-Pressekonferenzen in Wien mittlerweile schwindend ist. Denn außer, dass O'Leary und sein Österreich-Adlatus Andreas Gruber (Boss von "Lauda", einer Ryanair-Tochter ohne eigene Flugzeuge mit Sitz im Concorde Business Park in Schwechat) regelmäßig die österreichische Bundesregierung scharf attackieren und die Abschaffung der Flugverkehrssteuer fordern - garniert mit Drohungen, Flugzeuge abzuziehen, wenn das nicht geschehen sollte - gibt es dort nicht viel zu hören.

Gestern war es wieder einmal soweit und im Hinblick auf den kommenden Winterflugplan 2026/27 drohte Ryanair - welche Überraschung - mit der Einstellung der Flüge ab Linz, sollte Österreich die Flugverkehrsabgabe nicht abschaffen. Ryanair-Boss Michael O'Leary forderte eine diesbezügliche Entscheidung von der österreichischen Bundesregierung bis 1. Mai.

SPÖ-Infrastrukturminister Hanke bezeichnete eine Abschaffung der Flugverkehrsabgabe als "unrealistisch", stellte allenfalls eine "Reduktion" in Aussicht.

Die Wirtschaft, Flughäfen und auch andere Airlines fordern dagegen seit geraumer Zeit ebenfalls eine Abschaffung - allerdings ohne derart "herumzupöbeln", wie das der Ryanair-Chef tut.

Text & Fotos: Patrick Huber