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Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG) stellt Aufsichtsrat turnusgemäß neu auf

Symbolbild Flughafen Leipzig - Foto: Christian Zeilinger / Austrian Wings Media Crew

Die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG) stellt ihren Aufsichtsrat turnusgemäß für die kommende Amtsperiode neu auf. Die bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Hiltrud Werner kandidierte nach fünf Jahren an der Spitze des Gremiums nicht erneut für den Vorsitz und verlässt das Gremium. Die Gesellschafter der MFAG sowie das Unternehmen mit seinen rund 1.200 Beschäftigten danken ihr für ihren maßgeblichen Beitrag zur wirtschaftlichen Sanierung und strategischen Neuausrichtung der Unternehmensgruppe.

Christian Piwarz, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Sächsischer Staatsminister der Finanzen, erklärt zur weiteren Entwicklung der MFAG:

„Hiltrud Werner hat ihre Erfahrung aus internationalen Transformations- und Krisensituationen in einer für das Unternehmen entscheidenden Phase eingebracht. Mit klarer Haltung, hoher wirtschaftlicher Kompetenz und strategischem Blick hat sie dazu beigetragen, die MFAG nach der Pandemie wirtschaftlich zu stabilisieren und neu auszurichten. Dass die MFAG das Geschäftsjahr 2025 erstmals mit einem positiven Konzernergebnis abgeschlossen hat, zeigt, dass die wirtschaftliche Trendwende erfolgreich eingeleitet ist. Darauf gilt es jetzt entschlossen aufzubauen. Die erreichte Stabilität gibt den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden die Chance, ihre Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu stärken und neue wirtschaftliche Potenziale zu erschließen. Für Hiltrud Werners Einsatz und ihre Impulse gilt ihr unser ausdrücklicher Dank und unsere Anerkennung.“

„Die vergangenen Jahre haben der Mitteldeutschen Flughafen AG viel abverlangt. Hiltrud Werner hat den Aufsichtsrat in dieser Zeit mit großer Erfahrung, Augenmaß und einem klaren Kurs geführt. Gemeinsam mit Vorstand, Aufsichtsrat, Beschäftigten und Gesellschaftern ist es gelungen, das Unternehmen wirtschaftlich zu stabilisieren und neu auszurichten. Jetzt gilt es, die erreichte Stabilität in nachhaltiges Wachstum, neue Geschäftspotenziale und eine langfristig wettbewerbsfähige Aufstellung der Unternehmensgruppe zu überführen“, dankt CEO Götz Ahmelmann seiner Aufsichtsratsvorsitzenden.

Michael Richter, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt, ergänzt: „Hiltrud Werner hat den Vorsitz des Aufsichtsrates der MFAG in einer der herausforderndsten Phasen der bisherigen Unternehmensgeschichte übernommen. Ich bin überzeugt, dass mit einer langfristigen Finanzierungsperspektive und einer klaren strategischen Neuausrichtung beide Flughäfen heute gut aufgestellt sind, um den begonnenen Transformationsprozess konsequent weiter fortzusetzen. Für ihr großes persönliches Engagement, mit dem Hiltrud Werner als Vorsitzende des Aufsichtsrates diesen Entwicklungsprozess begleitet und vorangetrieben hat, gilt ihr unser ausdrücklicher Dank.“

Während der Amtszeit von Hiltrud Werner wurden die Restrukturierung und wirtschaftliche Stabilisierung der Unternehmensgruppe maßgeblich vorangetrieben. Mit dem erstmals positiven Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2025 übergibt sie ein Unternehmen mit stabiler wirtschaftlicher Perspektive und klarer Zukunftsstrategie.

Mit der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2025 sowie dem turnusgemäßen Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates wird zugleich ein wichtiger Meilenstein der Unternehmensentwicklung erreicht. Die MFAG richtet ihren Blick nun verstärkt auf die weitere Transformation und wirtschaftliche Weiterentwicklung der Standorte Leipzig/Halle und Dresden.

Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen und regulatorischen Umfelds stehen die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Standorte Leipzig/Halle und Dresden sowie die Erschließung neuer Wachstums- und Ertragspotenziale im Mittelpunkt. Ziel bleibt es, die beide Flughäfen Schritt für Schritt in eine nachhaltige wirtschaftliche Stärke und langfristige Zukunftsfähigkeit zu überführen.

Die turnusgemäße Neubestellung des Aufsichtsrates verbindet Kontinuität in der strategischen Ausrichtung mit zusätzlicher wirtschaftlicher, industrieller und luftverkehrlicher Expertise.

Neu in den Aufsichtsrat der Mitteldeutschen Flughafen AG berufen wurden:

  • Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung des Freistaats Sachsen,
  • Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin / CEO der Salzburger Flughafen GmbH,
  • Dr. Karsten Mühlenfeld, Geschäftsführer der AneCom AeroTest GmbH.

Den Vorsitz des Aufsichtsrates übernimmt Dr. Karsten Mühlenfeld. Der promovierte Maschinenbauingenieur ist ausgewiesener Luftfahrt- und Industriemanager und verfügt sowohl über internationale Industrieerfahrung als auch über operative Flughafenexpertise.

Zu seinen beruflichen Stationen zählen Führungspositionen bei Bombardier, in der Geschäftsführung von Rolls-Royce Deutschland sowie bei Ryanair. Darüber hinaus war er Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

Mit der Neubestellung des Aufsichtsrates sieht sich die Mitteldeutsche Flughafen AG personell und strategisch gut aufgestellt. Sie schafft damit die Grundlage, den begonnenen Transformationsprozess konsequent fortzuführen und die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens nachhaltig zu sichern.

Hintergrund: Wirtschaftliche Entwicklung der MFAG – Sanierung zeigt Wirkung

Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei der Stabilisierung, wirtschaftlichen Sanierung und strategischen Neuausrichtung des Unternehmens erzielt. Das Geschäftsjahr 2025 wurde mit einem positiven Konzernergebnis – erstmals in der gesamten Unternehmensgeschichte - von 10,5 Millionen Euro abgeschlossen. Gleichzeitig überschritt der Konzern die Umsatzmarke von 200 Millionen Euro.

 

Im Rahmen der Sanierung konnte das operative Ergebnis um rund 21 Millionen Euro deutlich verbessert werden. Damit wird sichtbar, dass die laufenden Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung greifen.

 

Mit einem Abschluss des noch gegenwärtig laufenden Sanierungsverfahrens wird für die MFAG die nächste Entwicklungsphase beginnen. Im Mittelpunkt stehen dabei die weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses, die wirtschaftliche Entwicklung der Standorte Leipzig/Halle und Dresden sowie die Erschließung zusätzlicher Wachstumspotenziale. Parallel arbeitet das Unternehmen an neuen Betriebskonzepten und der weiteren Stärkung seiner Krisen- und Marktresilienz.

 

Über die Mitteldeutsche Flughafen AG

Zur Mitteldeutschen Flughafen AG gehören die Tochtergesellschaften Flughafen Leipzig/Halle, Flughafen Dresden und PortGround. Am Flughafen Leipzig/Halle wurden 2025 über 2,1 Millionen Fluggäste und rund 1,4 Millionen Tonnen Luftfracht registriert. Damit ist der Airport der zweitgrößte Frachtflughafen in Deutschland. Der Flughafen ist an die Autobahnen A 9 und A 14 angebunden und verfügt über einen in das Zentralterminal integrierten Bahnhof. Dies gewährleistet eine direkte Erreichbarkeit für Fluggäste aus Mitteldeutschland und darüber hinaus.

Der Flughafen Dresden zählte 2025 über 886.000 Fluggäste. Ein Anschluss an die Autobahn A4 und ein S-Bahnhof im Terminal sorgen für eine bequeme An- und Abreise innerhalb der Einzugsgebiete Sachsen, Südbrandenburg, Nordböhmen und Niederschlesien.

PortGround bietet an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden Bodenabfertigungs-, Passagier-, Fracht- sowie weitere umfassende Dienstleistungen rund um die Uhr an.

Die beiden zur Mitteldeutschen Flughafen AG gehörenden Airports zählten 2025 über 94.000 Flugbewegungen und mehr als drei Millionen Fluggäste.

Volkswirtschaftliche Relevanz der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH hat die volkswirtschaftliche Bedeutung der Flughäfen Leipzig/Halle (LEJ) und Dresden (DRS) für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Deutschland in einer im Januar 2026 veröffentlichten Studie untersucht. An den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden sind (inklusive der auf dem Gelände angesiedelten Unternehmen) insgesamt mehr als 18.000 Personen beschäftigt, die eine gemeinsame Wertschöpfung von etwa 1,85 Milliarden Euro generieren.

(red / Mitteldeutsche Flughäfen)