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Nach blutigem Streit unter Piloten im Cockpit: Entführungsalarm um FlyDubai Flug FZ 1073 nach Israel

Symbolbild FlyDubai - Foto: GF / Austrian Wings Media Crew

Wollte einer der Piloten das Flugzeug absichtlich abstürzen lassen? Ein Flug der FlyDubai auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv sendete den Transpondercode für eine Flugzeugentführung. Israelische Kampfjets stiegen auf. Die Maschine landete in der Zwischenzeit sicher in Saudi Arabien. Es soll zu einem gewalttätigen Streit der Piloten im Cockpit gekommen sein. Israelische Medien berichten, dass einer der Piloten das Flugzeug zum Absturz bringen wollte - der andere habe ihn mit Hilfe von Passagieren überwältigen können.

Dank strenger Sicherheitsvorschriften und ebensolcher Kontrollen sind Flugzeugentführungen in den letzten Jahren selten geworden. Heute jedoch sendete der FlyDubai Flug FZ 1073 von Dubai nach Tel Aviv plötzlich über den Transponder den Code "7500" an die Flugsicherung am Boden - dieser Code steht für eine Flugzeugentführung. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Flugzeug im saudischen Luftraum nahe der Grenze zu Jordanien. Zeitweise stürzte Maschine mit enorm hoher Sinkrate Richtung Erdboden, ehe sie abgefangen wurde.

Sofort stiegen israelische Kampfjets auf. Später soll auch der allgemeine Notfallcode "7700" gesendet worden sein. Zwischenzeitlich landete das Flugzeug laut israelischen Medienberichten auf dem Flughafen Tabuk in Saudi Arabien. An Bord sollen sich 174 Menschen, darunter 27 Kinder befinden. Von den Behörden wurde diese Zahl noch nicht offiziell bestätigt. Informell ist von einem "Streit der Piloten im Cockpit" die Rede, der eskaliert sei und deshalb zu dieser Situation und zur Landung in Saudi Arabien geführt habe. Gesicherte Informationen liegen allerdings noch nicht vor.

Nach Angaben des israelischen Militärs führte der stellvertretende Generalstabschef der IDF, Generalleutnant Eyal Zamir, eine Lagebesprechung zu dem Vorfall mit hochrangigen Offizieren durch, darunter der Kommandeur der israelischen Luftwaffe, Generalmajor Omer Tischler, der Leiter der Operationsabteilung, Generalmajor Itzik Cohen, und der Leiter der Aufklärungsabteilung, Generalmajor Shlomi Binder.

UPDATE am 30. September 2026, 10:12 Uhr
Laut israelischen Medienberichten unter Berufung auf Aussagen von Passagieren habe "Chaos an Bord" geherrscht. Sie hätten "Schreie" gehört. Nach der Landung hätten die Passagiere außerdem "Blut im Cockpit" gesehen. Die "Times of Israel" schreibt, dass einer der beiden Piloten das Flugzeug vorsätzlich zum Absturz bringen wollte. Sein Kollege habe ihn mit Unterstützung von Passagieren daran gehindert.

FlyDubai schickte eine Maschine nach Saudi Arabien, um die gestrandeten Passagiere weiterzubefördern.

"There are unconfirmed reports from Hebrew media, based on testimonies from passengers on the plane, that one of the pilots attempted to crash the flight, and was stopped by the second pilot, with the help of passengers."
Times of Israel

FlyDubai ist die Billigflugtochter von Emirates. Sie betreibt eine Flotte von rund 100 Boeing 737 der Baureihen 737-800 und 737 MAX.

Text: Patrick Huber
Mitarbeit: G. N.