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NTSB-Ermittler mit neuen Erkenntnissen zum LearJet-Absturz von Florida

Zahlreiche Aufnahmen, Radardaten und Funkverkehr belegen den Absturz ohne den geringsten Zweifel. Trotzdem gibt es Menschen, die im Internet allen Ernstes von einem "durch die Regierung inszenierten Raketenangriff" (eine von mehreren kranken Verschwörungstheorien) sprechen. Diese Leute benötigen offensichtlich dringend professionelle therapeutische Hilfe.

Neun Menschen starben beim Absturz eines LearJet 60 in Florida am 1. November 2026. Jetzt gaben die NTSB-Ermittler entscheidende Erkenntnisse bekannt, die erste Annahmen zu bestätigen scheinen.

Senkrecht abgestürzt war der LearJet 60 mit der Kennung N722BD am 1. November 2026 in Florida. Das Flugzeug hatte sich auf dem Weg von Texas auf die Bahamas befunden, als die Crew über Florida in ein schweres Unwetter einflog und kurz darauf die Kontrolle über das Flugzeug verlor. Durch die Wucht des nahezu senkrechten Aufpralls wurde das zweistrahlige Geschäftsreiseflugzeug förmlich pulverisiert, alle 9 Menschen an Bord - darunter eine ganze Familie - kamen ums Leben.

Aufgrund des bekannten Absturzverlaufes (Radardaten), der vorliegenden Bild- und Tonaufnahmen (Funkverkehr) zeichnete sich sehr rasch ein Szenario ab, bei dem sich während des Sturzfluges (die Co-Pilotin hatte noch selbst eine “Overspeed-Condition”, also eine Situation in der das Flugzeug die maximal zulässige Geschwindigkeit - Vne - überschreitet, gemeldet) Teile der Struktur gelöst hatten und der LearJet deshalb ab diesem Zeitpunkt dauerhaft unsteuerbar wurde. Weder der 55-jährige Kapitän, noch die 20-jährige Co-Pilotin hatten ab diesem Augenblick die geringste Chance, die Katastrophe zu verhindern. Sie waren buchstäblich nur noch hilflose Passagiere in ihrem eigenen Luftfahrzeug.

Genau das konnte jetzt von den Ermittlern des NTSB bestätigt werden. Sie fanden (auch durch Fotos dokumentiert) Teile des Höhenleitwerks der verunglückten Maschine in einiger Entfernung zur eigentlichen Absturzstelle - ein klarer Beleg dafür, dass sich diese Stücke noch während des (Sturz-)Fluges vom LearJet 60 gelöst hatten. Damit strafen die Fakten auch jene Gestalten Lügen, die in Sozialen Netzwerken tatsächlich und ernst gemeint behaupten, es habe gar keinen Flugzeugabsturz gegeben und der “vermeintliche Absturz” sei von der “Regierung inszeniert” gewesen. Das ist einfach nur krank. Allerdings - ein Nachteil des Internet-Zeitalters - ist das kein Einzelfall. Auch im Fall von Germanwings 9525 verbreiten sich seit über 10 Jahren Verschwörungstheorien, primär in die Welt gesetzt von der Familie des Täters Andreas Lubitz, teilweise aber auch von Menschen unterstützt, die früher einmal als seriöse Experten wahrgenommen wurden.

Text: Patrick Huber