Das ATRA Testflugzeug des DLR - Foto: DLR

DLR testet langsamere Anflüge für weniger Lärm

Langsamere Anflüge führen zu weniger Lärm. Wie langsam, steil und damit leiser ein heutiges Verkehrsflugzeug seinen Zielflughafen anfliegen kann, bestimmt das sogenannte Hochauftriebssystem mit seinen ausfahrbaren Landeklappen an den Tragflächen. Ebenso hilfreich: Langsamere Flugzeuge können auf kürzeren Landebahnen aufsetzen. Um die Vorhersage der Hochauftriebsleistung in Computermodellen und im Windkanalversuch deutlich zu verbessern und zukünftig langsameren und leiseren Anflügen den Weg zu bereiten, forscht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit Airbus, der TU Berlin und dem Europäischen Transsonischen Windkanal ETW im Dreischritt von Flugversuchen, Windkanalversuchen und Computersimulationen. Anfang Februar fanden im Rahmen des Projekts HINVA (High Lift Inflight Validation) bisher einmalige kryogene Windkanalversuche bei Tiefsttemperaturen im Kölner ETW statt. Mit Lasermesstechnik und anderen fortschrittlichen Messverfahren detektierten die Forscher in bisher unerreichter Genauigkeit die Strömungszustände an einem Airbus A320 mit ausgefahrenen Landeklappen unter realen Flugbedingungen. Die Forscher haben eigens für die Versuche ein hochpräzises Windkanalmodell gebaut. Grundlage waren vorangegangene Strömungsmessungen bei Flugversuchen mit dem DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA.
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El Al Israel Airlines Boeing 737-800 beim Start auf Piste 29_1 Foto PA Austrian Wings Media Crew

Streit um Anflugverfahren auf Eilat

Nach dem Beinahe-Absturz einer Boeing 737-800 der El Al in Eilat, Israel, vor wenigen Monaten, kündigte die Luftfahrtbehörde an, ein neues Anflugverfahren etablieren zu wollen, um die Sicherheit zu erhöhen, da der Airport nahe an Ägypten und Jordanien liegt. Das berichtet die Zeitung „Haaretz“.
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Air Baltic Boeing 737 - Foto: Austrian Wings Media Crew

Air Baltic setzt auf neues Anflugverfahren in Riga

Die lettische Airline Air Baltic startet zusammen mit zwei Partnern Quovadis und Latvijas Gaisa Satiksme (LGS) ein neues Projekt namens „Ankunfts-Modernisierung für eine bessere Effizienz in Riga“ (AMBER) zur Reduzierung von Emissionen. Am Flughafen Riga wird dazu ein neues Anflugverfahren eingeführt, um Flüge über Wohngebiete zu vermeiden und damit die Lärmbelastung für die Menschen in der Region zu vermindern. Zusätzlich können dadurch Kraftstoffverbrauch und Emissionen eingespart werden. Weiterlesen 

DFS erprobt „Reißverschlussverfahren“ bei Anflügen

Fluglotsen bei der Arbeit - Foto: Austro Control

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH erarbeitet derzeit zusammen mit ihren Partnern verschiedene Modelle zur Optimierung der Fluglärmsituation im Rhein-Main-Gebiet. Die DFS hatte bereits vor der Inbetriebnahme der Nordwestlandebahn angekündigt, nach einer gewissen Zeitspanne zu prüfen, ob und wie sich das An- und Abflugsystem des Frankfurter Flughafens im Sinne des Lärmschutzes verbessern lässt. Im Gespräch sind sowohl kurzfristige als auch mittel- und langfristige Lösungen. Dazu gehören auch die Aktivitäten, die in der Task Force Flugwegoptimierung des Forums Flughafen und Region (FFR) erarbeitet werden.
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EGNOS darf in Deutschland für Luftverkehr genutzt werden

Ab dem 15. Dezember 2011 können an 38 Flughäfen in Deutschland Flugzeuge Anflugverfahren mit Vertikalführung auch mit Hilfe von EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service) fliegen. Dies wurde möglich, weil das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) die Nutzung von EGNOS in Deutschland erlaubt. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hat am 9. Dezember 2011 eine Vereinbarung mit der ESSP SAS, dem Betreiber von EGNOS mit Sitz in Toulouse, unterzeichnet. Die ESSP hatte den Start des EGNOS Safety of Life Service schon am 2. März 2011 offiziell deklariert.
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Lufthansa Cargo testet lärmreduziertes Anflugverfahren


MD 11F der Lufthansa Cargo im Endanflug – Foto: Christoph Flink

Neues Anflugverfahren verspricht Entlastung für weite Teile des Rhein-Main Gebietes

Lufthansa Cargo testet ab sofort neue Nacht-Anflugverfahren für den Frankfurter Flughafen. Der sogenannte „Segmented Approach“ („geknickter Anflug“) ist Teil des Maßnahmenpakets zum aktiven Schallschutz am Frankfurter Flughafen. Ziel ist, das Potenzial der Lärmminderungen zu ermitteln und operationelle Erfahrungen mit dem neuen Verfahren zu sammeln.
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