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"WSJ": Verschollene Boeing 777 sendete doch Daten

Die seit fast einer Woche verschollene Boeing 777 der Malaysia Airlines soll entgegen allen bisherigen Informationen doch automatisch Daten übermittelt haben. Das berichtet das "Wall Street Journal" nun.

Unter Berufung auf Luftfahrt- und Geheimdienstexperten schreibt das Blatt, dass die beiden Triebwerke des Jets noch vier Stunden nach dem letzten Funkkontakt automatisch Daten an die Computer des Turbinenherstellers Rolls Royce am Boden sendeten. Der Vertreter des britischen Unternehmens in Asien verweigerte laut "CNN" jedoch jeden Kommentar dazu und verwies auf die laufenden Untersuchung.

Unklar bleibt weiterhin, weshalb die Maschine jedoch nicht mehr auf dem Radar zu sehen war und die Piloten sich nicht über Funk meldeten. US-Terrorexperten halten es nicht für ausgeschlossen, dass Terroristen ins Cockpit eindrangen und die Piloten zur Funkstille sowie dazu, den Transponder abzuschalten nötigten.

Sollte sich dieses Szenario als wahr herausstellen, würde sich die Maschine, beziehungsweise die Trümmer, womöglich mehrere tausend Kilometer außerhalb des aktuellen Suchgebietes befinden.

Datenstreaming gefordert

In der Zwischenzeit wurden auch die Stimmen lauter, die eine Live-Übertragung der Daten des Flugschreibers an die Bodenstelle fordern. Die Umsetzung würde laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Bloombert TV" jedoch alleine die großen US-Airlines mehrere hundert Millionen Dollar pro Jahr kosten, weshalb es unwirtschaftlich erscheint.

Trümmer nicht von Boeing 777

Indes wurde bekannt, dass die Trümmer, die auf chinesischen Satellitenbildern zu sehen sind, nicht von der vermissten Boeing 777 stammen.

(red / Titelbild: Die Unglücksmaschine 9M-MRO beim Start - Foto: Ercan Karakas via Wiki Commons)