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Germanwings-Crash: Firma bietet kostenlose Datenrettung für Kameras an

Angehörige der am Dienstag über Frankreich verunglückten Flugpassagiere oder Crew-Mitglieder des Germanwings Airbus A320

erhalten die Möglichkeit, kostenlos Daten wie Foto- und Filmmaterial von geborgenen Kameras, Laptops und USB-Sticks im Reinraumlabor rekonstruieren zu lassen.

Das Datenrettungsunternehmen Attingo mit Standorten in Hamburg, Amsterdam und Wien hatte bereits vor fünf Jahren eine ähnliche Hilfsaktion nach dem Flugzeugabsturz von Tripolis durchgeführt und konnte damals fast 80 Prozent der angelieferten, zerstörten Datenträger wiederherstellen und an die Familienmitglieder aushändigen. "Es kann doch ein Trost sein, wenn Erinnerungsfotos oder Filmaufnahmen rekonstruiert werden - auf diese Weise können wir Datenretter zumindest eine kleine Hilfeleistung anbieten", meint Attingo-Chef Nicolas Ehrschwendner.

Auch mechanisch oder durch Brand stark zerstörte Datenträger lassen sich in vielen Fällen zu einem hohen Prozentsatz auslesen, so dass die verlorenen Daten wiederhergestellt werden können. Im Falle des Airbus-Absturzes werden die Behörden die am Unglücksort geborgenen Gegenstände zunächst sicherstellen und es kann einige Wochen oder sogar Monate dauern, bis Angehörige darüber verfügen können. Daher ist das Angebot zur kostenlosen Datenwiederherstellung bei Attingo nicht an eine Frist gebunden. "Nahestehende Personen dürfen sich zur Datenrekonstruktion an unsere Hotlines wenden, sobald ihnen die persönlichen Gegenstände übergeben wurden", betont Nicolas Ehrschwendner. Unter www.attingo.de finden Hilfesuchende den Kontakt
aller Attingo-Standorte.

(red / Attingo via APA-OTS)