Österreich

Neuer Stützpunkt von Christophorus 2 offiziell eröffnet

Anfang 2015 konnte die Crew des Notarzthubschraubers Christophorus 2 an den neuen Stützpunkt nach Gneixendorf übersiedeln - wir berichteten. Im Einvernehmen mit dem Land Niederösterreich ist es gelungen, einen hochmodernen Flugrettungsstützpunkt zu errichten. "Wir wissen alle, dass gerade im Bereich der Notfallrettung rasches und gezieltes Handeln effektive Hilfe garantiert", so Landeshauptmann Erwin Pröll im Rahmen der heutigen Eröffnungsfeierlichkeiten. "Dazu braucht es aber nicht nur eine perfekt eingespielte Notarzthubschrauber-Crew sondern auch eine optimal ausgestattete Infrastruktur."

Der neue Heliport wurde im typischen Christophorus-Look errichtet. "Der Stützpunkt bietet nicht nur ausreichend Platz, sondern schafft auch in punkto technischer Ausstattung ein ideales Umfeld für erfolgreiche Einsätze", sagt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. Neben einem beheizten Hangar und einem Einsatzraum mit genügend Arbeitsplätzen gibt es auch Aufenthalts- und Ruheräume für jedes Crewmitglied. Weiters verfügt der Stützpunkt über eine eigene Tankanlage, ein Anflugfeuer sowie eine Landeplatzbeleuchtung, die auch bei einbrechender Dunkelheit – wenn der Einsatz einmal länger gedauert hat – einen sicheren Anflug ermöglicht.

Christophorus 2 auf dem Stützpunkt am Flugplatz Krems Gneixendorf
Christophorus 2 auf dem Stützpunkt am Flugplatz Krems Gneixendorf

Zahlen, Daten, Fakten

Seit der Indienststellung im September 1983 wurde Christophorus 2 rund 29.500 Mal alarmiert. "Durchschnittlich drei Einsätze pro Tag machen den ÖAMTC-Notarzthubschrauber zu einem unverzichtbaren Bestandteil eines modernen Rettungssystems in Niederösterreich", stellt Kraxner fest. Christophorus 2 fliegt mit einer Drei-Mann-Besatzung. Das Team umfasst 18 Notärzte, 11 Flugretter und drei Piloten, die 365 Tage im Jahr in Bereitschaft stehen.

Erst kürzlich ging der langjährige Stützpunktleiter und ÖAMTC-Urgestein Johann-Paul Brunner in Pension.

Maximal drei Minuten nach der Alarmierung ist die Crew in der Luft. Im Schnitt vergehen nicht mehr als 13 Minuten, bis Christophorus 2 am Notfallort eintrifft, betont man beim ÖAMTC.

(red / ÖAMTC / Titelbild: Dank der modernen Landeplatzbeleuchtung kann der Helikopter auch bei Nacht starten und landen, Symbolbild - alle Fotos: Austrian Wings Media Crew)